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Aktuelle News

Hier stellen wir Ihnen, nach Datum sortiert, aktuelle News aus unterschiedlichen Bereichen zur Verfügung.

Ihre Apotheke in Herbseiten

16.04.2021

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7 kulinarische Tabus für Hund und Katz‘

Gefährlich für Haustiere

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15.04.2021

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Cannabis macht Kinderwunsch zunichte

Lieber verzichen

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14.04.2021

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Umdenken bei der Händehygiene

Weil Handekzeme zunehmen

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13.04.2021

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Allzweckwaffe Probiotika?

Prä- und Probiotika richtig einsetzen

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12.04.2021

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Hochdruck behandeln beugt Demenz vor

Therapietreue lohnt

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09.04.2021

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Nahrungsergänzung im Blick: Kalium

Sinn oder Unsinn?

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08.04.2021

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Machen Pornos impotent?

Schuss nach hinten

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07.04.2021

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Mittagsschlaf hält Hirn fit

Über 60? Rauf aufs Sofa!

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06.04.2021

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Gut informiert über Youtube?

Prostata-Operationen

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01.04.2021

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Kein Brustkrebs-Screening auslassen!

Besserer Schutz

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vom 16.04.2021

7 kulinarische Tabus für Hund und Katz‘

Gefährlich für Haustiere

Mahlzeit! – Und Bello und Minka essen ganz selbstverständlich mit, mal erlaubt, mal heimlich. Doch was Menschen schmeckt und guttut, kann Haustieren schaden.

Hunde und Katzen unterscheiden sich von Menschen

Ob Hund oder Nystatin, Leckerbissen vom Tisch mögen alle gern. Doch das ist nicht immer gesund. Das liegt daran, dass der tierische Stoffwechsel sich in einigen Punkten vom menschlichen unterscheidet. Und auch zwischen den Haustieren gibt es Unterschiede.

1. Schokolade und Kaffee

Schokolade ist der Vergiftungs-Klassiker bei Hunden. Das im Kakao enthaltene Theobromin wird von Hunden nur sehr langsam abgebaut. Krämpfe und Herzrasen sind die Folge, sogar der Herztod droht. Dabei gilt: Je höher der Kakaoanteil der Schokolade, desto gefährlicher. Koffein wirkt ganz ähnlich, deswegen ist die Kombination aus Schokolade und Kaffee besonders gefährlich.

2. Weintrauben, Rosinen und Macadamianüsse

Für Hunde hochgefährlich sind Trauben in jedweder Form. Selbst wenn der Hund sie gerne frisst, können schon 10–30 g Weintrauben pro kg Hund nicht nur spontane Übelkeit, sondern noch Tage später schwere Nierenschäden verursachen. Noch gefährlicher sind Macadamianüsse. Schon eine einzige Macadamianuss kann bei einem kleinen Hund zu Nervenschäden mit Lahmheiten und Krämpfen führen.

3. Zwiebeln und Knoblauch

Zwiebeln und Knoblauch enthalten schwefelhaltige Aminosäuren. Was für den Menschen eine angenehme Schärfe erzeugt, kann bei Hunden die roten Blutkörperchen zersetzen. Für einen mittelgroßen Hund reicht dafür schon eine einzige Zwiebel, ob roh oder gekocht. Also gilt: Pfoten weg für Hunde!

4. Knochen

Knochen und Hunde gehören doch zusammen, denkt man. Das stimmt nur teilweise: Ein Zuviel kann unangenehme Verstopfungen zur Folge haben kann.  Geflügelknochen sind explizit zu meiden, denn sie neigen zum Splittern. Die Splitter können auf dem Weg durch Speiseröhre, Magen und Darm steckenbleiben und dort grässliche Verletzungen verursachen. Lieber ein Stückchen möglichst wenig gewürztes Fleisch geben, auch das schmeckt prima.

5. Avocados

Vorsicht ist auch bei Avocados geboten: Der darin enthaltene Stoff Persin kann bei Vögeln und Säugetieren Herzmuskelschäden verursachen. Der hohe Fettgehalt schadet der Verdauung, bis hin zur langwierigen und schmerzhaften Bauchspeicheldrüsenentzündung.

6. Xylit

Ein weiteres No-Go für Hunde und weitere Haustierarten wie Frettchen und Kaninchen ist der Zuckeraustauschstoff Xylit. Er erzeugt schwere Leberschäden.

7. Medikamente

Bei Medikamenten gilt ebenfalls: Gleiches wirkt nicht gleich. Acetylsalicylsäure, den Wirkstoff von Aspirin, vertragen weder Hunden noch Katzen. Es drohen Magenblutungen und Organschäden bis zum Tod. Für Katzen ist auch Paracetamol lebensgefährlich.

Und genauso bei Tiermedikamenten sollte man den Beipackzettel gut lesen: Zum Beispiel dürfen SpotOn Präparate zur Parasitenbekämpfung für Hunde nicht einfach so für Katzen verwendet werden. Die für Hunde gut verträgliche Wirkstoffgruppe der Pyrethroide löst bei Katzen schwerste Vergiftungen aus.

Quelle: Deutsche ApothekerZeitung 12/2021

16.04.2021 | Von: Christine Sladky; Bild: Cavan Images/imago-images.de

 

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vom 15.04.2021

Cannabis macht Kinderwunsch zunichte

Lieber verzichen

Frauen mit Kinderwunsch sollten aufs Kiffen besser verzichten. Denn laut einer neuen Studie senkt Cannabis die Chance auf eine Schwangerschaft.

Jeder Vierte hat´s schon probiert

Ob Marihuana oder Haschisch, ob geraucht oder verzehrt: Cannabis ist weltweit die am häufigsten konsumierte Droge. In Deutschland soll jede Vierte bereits mit dem Rauschmittel Kontakt gehabt haben. Viele betrachten den Hanfabkömmling als ungefährlich. Doch ganz so harmlos ist Cannabis offenbar nicht.

Zumindest nicht für Frauen, die sich ein Kind wünschen, wie amerikanische Wissenschaftler*innen nun melden. Sie hatten die Daten von über 1000 Frauen mit starkem Kinderwunsch analysiert. Bei allen Frauen war es vorher schon zu mindestens einem Schwangerschaftsverlust gekommen. 5 % der Frauen gaben an, Cannabis zu konsumieren, bei einigen war die Droge auch im Urin nachweisbar.

Mehr Sex, aber seltener schwanger

Die Analyse der Daten ergab, dass Cannabis-Konsumentinnen zwar häufiger Geschlechtsverkehr hatten als Abstinenzler*innen. Ihre Chance auf eine Schwangerschaft war jedoch um 41% reduziert, berichten die Forscher*innen. Auch das Risiko von Fehl- oder Frühgeburten war bei ihnen höher.

Womöglich funkt Cannabis beim Eisprung dazwischen, indem es die Ausschüttung des follikelstimulierenden Hormons FSH hemmt. Eine andere Erklärung wäre, dass es die Vorbereitung der Gebärmutter auf den Embryo stört und damit dessen Einnisten verhindert. Zudem gibt es auch Hinweise darauf, dass Cannabis die Wanderung der Spermien durch die Eileiter und damit die Empfängnis verhindert.

Auch nach der Empfängnis besser verzichten

Wer sich ein Kind wünscht, verzichtet besser auf den Cannabiskonsum, empfehlen die Expert*innen. Und zwar sowohl in der Zeit vor der Empfängnis als auch danach. Denn das Rauschgift erreicht über die Plazenta das Gehirn des Ungeborenen. Ob und welche Schäden es dort anrichtet, ist noch nicht geklärt.

Quelle: Ärzteblatt

15.04.2021 | Von: Dr. med. Sonja Kempinski; Bild: Westend61/imago-images.de

 

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vom 14.04.2021

Umdenken bei der Händehygiene

Weil Handekzeme zunehmen

Eine intensive Handhygiene ist in Pandemiezeiten unverzichtbar. Doch der Preis fürs häufige Händewaschen sind vermehrte Hautekzeme, berichtet die Deutsche Gesellschaft für Dermatologie (DDG). Sie gibt Tipps, wie man sich vor Viren und vor Handekzemen gleichzeitig schützt.

Angriff auf die Haut

Händewaschen gehört zu den einfachsten Maßnahmen, sich Viren und andere Erreger vom Hals zu halten. Doch leider schadet die Handhygiene nicht nur den Keimen, sondern auch der Haut. Denn die Substanzen in Seifen und Waschlotionen greifen vor allem bei häufigem Waschen Fette und Eiweiße in den obersten Hautschichten an. So zum Beispiel auch die Eiweiße, die Wasser in der Haut binden. Dadurch wird die Haut trockener, rissiger und anfällig für Ekzeme.

Trockenheit, Juckreiz, Rötungen

So wundert´s Hautärzt*innen nicht, dass sich seit Pandemiebeginn die Handekzeme mehren. Und zwar sowohl bei normalen Bürgern als auch bei medizinischem Fachpersonal.  In einer Studie an 116 Beschäftigten der Universitätsklinik München litten beispielsweise 90% unter einem Handekzem. Am häufigsten waren Hauttrockenheit (83,2%), es folgten Hautrötung, Juckreiz, Brennen und Schuppungen. Jeder Zehnte hatte Hautrisse und 4,4% klagten über Schmerzen.

Dermatolog*innen fordern deshalb ein Umdenken bei der Handhygiene. Sie empfehlen folgendes Vorgehen:

  • Bei fehlender sichtbarer Verschmutzung die Hände nicht waschen, sondern mit einem viruswirksamen alkoholischen Händedesinfektionsmittel desinfizieren.
  • Als Händedesinfektionsmittel ein Präparat wählen, das Hautbarriere-schützende Hilfsstoffe wie beispielsweises Glycerol enthält.
  • Nach jedem Händewaschen die Haut gründlich mit einer pflegenden Handcreme eincremen.
  • Bei Zeichen eines Handekzems (Rötung, starke Trockenheit, Schuppung) frühzeitig eine Hautarztpraxis aufsuchen, damit das Handekzem effektiv behandelt werden kann.

Quelle: Ärzteblatt

14.04.2021 | Von: Dr. med. Sonja Kempinski; Bild: Westend 61/imago-images.de

 

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vom 13.04.2021

Allzweckwaffe Probiotika?

Prä- und Probiotika richtig einsetzen

Mittlerweile haben schon viele Gesundheitsinteressierte von „guten“ Bakterien im Darm gehört und möchten ihrer Gesundheit durch Pro- und Präbiotika auf die Sprünge helfen. Aber wo liegt überhaupt der Unterschied zwischen Prä- und Probiotika und wann lohnt es sich, sie einzunehmen?

Probiotika, Präbiotika, Synbiotika – Wo liegt der Unterschied?

Auf der Haut und im Darm tummeln sich Milliarden von Mikroorganismen. Diese Lebensgemeinschaft, das sogenannte Mikrobiom, ist essenziell für unsere Gesundheit. Forscher haben festgestellt, dass viele Krankheiten zusammen mit einer Störung des sensiblen Gleichgewichts der Mikroorganismen im Darm, einer Dysbiose, auftreten. Durchfallerkrankungen, Adipositas und Diabetes mellitus Typ II sind nur einige wenige Beispiele. Ob die Dysbiose die Krankheit verursacht, oder Folge der Erkrankung ist, ist oft noch nicht geklärt. Forscher hoffen trotzdem, die Beschwerden zu heilen, indem sie das Gleichgewicht im Darm wiederherstellen. Zur Beeinflussung des Darmmikrobioms gibt es bisher drei verschiedene Ansätze:

  • Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die den Darm positiv beeinflussen. Als Tablette eingenommen müssen sie säureresistent sein, um die Säure im Magen zu überleben.

  • Präbiotika sind Nahrungsbestandteile, die der Mensch nicht verdauen kann und die den Bakterien als Nahrung dienen. Durch Ihre Einnahme lassen sich die erwünschten Bakterien quasi „heranzüchten“.

  • Synbiotika sind eine Mischung aus Prä- und Probiotika. Hier werden die Bakterien also gleich mit dem richtigem „Bakterienfutter“ eingenommen.

Heilung durch Probiotika?

Viele Studien zeigen, dass Prä- und Probiotika die Heilung von Krankheiten unterstützen, zum Beispiel bei entzündlichen Darmerkrankungen oder Durchfall. Die wahllose Einnahme von Probiotika ist allerdings wenig sinnvoll. Oft wirken einzelne Bakterienstämme nämlich nur bei ganz bestimmten Krankheiten. Um das richtige Präparat auszuwählen, hilft deswegen oft ein Gespräch mit dem Arzt oder Apotheker, die mit der momentanen Studienlage vertraut sind.

Quelle: PTA heute THEMA; Ausgabe 1; 2020, World Gastroeneterology Organisation

13.04.2021 | Von: Marie Schläfer; Bild: metamorworks/Shutterstock.com

 

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vom 12.04.2021

Hochdruck behandeln beugt Demenz vor

Therapietreue lohnt

Einen erhöhten Blutdruck zu senken schützt nicht nur vor Herzinfarkt und Schlaganfall: Wer als Hochdruckpatient seinen Blutdruck konsequent im Griff hat, hat ein geringeres Risiko, an einer Demenz zu erkranken.

31 000 Teilnehmer im Visier

Ein hoher Blutdruck tut in der Regel nicht weh. Deshalb fällt es manchen Hochdruckpatienten auch schwer, regelmäßig ihre Blutdrucksenker einzunehmen. Doch jetzt gibt es einen Grund mehr für Therapietreue: Einer aktuellen amerikanischen Metaanalyse zufolge hält die Therapie eines Hochdrucks auch die Demenz in Schach.

Die Daten für ihre Metaanalyse gewannen die Autoren aus 6 großen Studien, bei denen gut 31 000 über 55-Jährige, die zunächst keine Demenz hatten, jahrelang nachbeobachtet wurden. Die Teilnehmer wurden in 2 Gruppen eingeteilt, die erste Gruppe hatte zu Beginn der jeweiligen Studie normale Blutdruckwerte (< 140/90 mmHg), die andere erhöhte Werte, die teilweise mit blutdrucksenkenden Medikamenten behandelt worden war. Von den über 31 0000 Studienteilnehmern erkrankten 3728 an einer Demenz, bei 1741 handelte es sich dabei um eine Demenz vom Alzheimertyp.

16 % geringeres Alzheimer-Risiko

In der Gruppe der Patienten, die von Studienbeginn an erhöhte Blutdruckwerte aufwiesen, hatten die Patienten mit einer antihypertensiven Therapie ein um 12% geringeres Risiko an einer Demenz zu erkranken als diejenigen, die keine effektive Hochdrucktherapie erhalten hatten. Das Risiko für eine Alzheimer-Demenz reduzierte sich sogar auf 16 %, schreiben die Autoren. Auch in der Gruppe der Teilnehmer mit normalem Blutdruck gab es Teilnehmer, die Hochdruckmedikamente einnahmen. Bei ihnen ließ sich jedoch keinerlei Zusammenhang zwischen einer Demenzentwicklung und der Einnahme von Blutdrucksenkern nachweisen.

Hauptsache der Blutdruck sinkt

Welche Blutdrucksenker die Hochdruckpatienten eingenommen hatten, war bei der Risikoreduktion ohne Belang, berichten die Autoren. Hauptsache, der Blutdruck wurde effektiv gesenkt. In den Leitlinien zur Behandlung eines erhöhten Blutdrucks sollte deshalb neben der Prävention von Herzinfarkt und Schlaganfall auch die Risikoreduktion einer Demenz betont werden, fordern die Autoren.

Quelle: Ärzteblatt

12.04.2021 | Von: Dr. med. Sonja Kempinski; Bild: kurhan/Shutterstock.com

 

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vom 09.04.2021

Nahrungsergänzung im Blick: Kalium

Sinn oder Unsinn?

Kalium ist gut für´s Herz – so viel wissen die meisten über den Mineralstoff. Doch wie viel Kalium braucht das Herz eigentlich? Und wie viel Kalium ist zu viel?

Lebenswichtig – nicht nur für´s Herz

Kalium ist ein lebensnotwendiger Mineralstoff. Ebenso wie Natrium und Chlorid gehört Kalium zu den Elektrolyten, den elektrisch geladenen Teilchen im Körper. Es ist besonders für den regelmäßigen Herzschlag von Bedeutung, der durch Wanderung dieser Teilchen ausgelöst wird. Aber auch der Blutdruck, der Wasserhaushalt der Zellen und die Aktivität von Muskeln und Nerven hängen von der Kaliumkonzentration im Körper ab.

Kaliumbedarf decken – aber wie?

Um die Versorgung mit dem wichtigen Mineralstoff müssen sich die meisten Menschen keine Sorge machen. Eine Studie hat ergeben, dass fast alle Erwachsenen die täglich empfohlene Menge von 4000 Milligramm Kalium pro Tag aufnehmen. Das gelingt oft von ganz allein durch eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkorngetreide und Nüssen. Eingekochte oder getrocknete Nahrungsmittel sind besonders reich an Kalium.  Trockenfrüchte oder Tomatenmark sind deshalb besonders gute Kaliumlieferanten.

Vorsicht Nebenwirkungen

Hersteller von Nahrungsergänzungsmittel mit Kalium preisen ihre Produkte trotzdem als unentbehrlich für ein starkes Herz und gesunde Nerven und Muskeln an. Doch hier ist Vorsicht geboten: Bei zu viel Kalium droht das Gegenteil der versprochenen Wirkungen, nämlich Herzrhythmusstörungen oder eine Muskelschwäche. Wer sicher gehen möchte, nimmt deshalb nicht mehr als 500 Milligramm Kalium als Nahrungsergänzungsmittel zu sich und das am besten unter ärztlicher Aufsicht. Besonders vorsichtig sollten Menschen mit Nierenerkrankungen oder Diabetes sein, denn bei ihnen ist die Selbstregulation des Kaliumhaushalts gestört.

Mehr Informationen zu Kalium und den Lebensmitteln, in denen es enthalten ist, erhalten Sie in der Kategorie „Nahrungsergänzungsmittel“.

Quellen: Elmadfa und Leitzmann: Ernährung des Menschen. Eugen Ulmer Verlag, 2019; DGE; Verbraucherzentrale, BFR

09.04.2021 | Von: Marie Schläfer; Bild: sdecoret/Shutterstock.com

 

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vom 08.04.2021

Machen Pornos impotent?

Schuss nach hinten

Im Zeitalter des Internets werden Pornos immer freimütiger konsumiert. Doch Vorsicht: Allzu häufiges Porno-Schauen hat bei jungen Männern offenbar Folgen — und zwar auf die Potenz.

Keine Wünsche bleiben offen

Pornos schauen wird immer einfacher: Während man früher zum Sexfilm-Gucken schamhaft ins Pornokino oder in die Erwachsenenecke der Videothek schlich, gibt´s heute kostenlosen Hard-Core auf dem Handy. Und die Angebote boomen. Egal was gewünscht wird, alles ist per Mausklick oder Wischen ruckzuck erreichbar.

Ob Pornoschauen einen Einfluss auf die Potenz hat, haben nun holländische Urolog*innen untersucht. Sie erstellten einen Fragebogen mit 118 Fragen zu Sexualleben und sexueller Gesundheit und veröffentlichten diesen im Internet. 3267 Männer, von denen etwa 90% unter 45 Jahre alt waren, machten mit und gaben Auskunft. Dabei ging es vor allem darum, wieviel Zeit sie mit pornografischen Filmen verbrachten und wie gut ihre Erektionsfähigkeit bei realem Sex mit Partnerin oder Partner war.

Pornositzungen sind recht kurz

70 Minuten pro Woche — so lange beschäftigten sich die Männer durchschnittlich mit Pornografie. Die Spanne war dabei sehr breit und reichte von null bis 26 Stunden, schreiben die Forscher*innen. Die einzelne Pornositzung dauerte unterschiedlich lang, und zwar durchschnittlich von 5 bis 15 Minuten.

Der Pornokonsum wirkte sich auf den realen Sex aus: Je mehr Sexfilme konsumiert wurden, desto eher haperte es mit der Erektion beim Partnersex. Insgesamt ließ sich bei 23% der Männer unter 35 Jahren eine erektile Dysfunktion diagnostizieren.

Realer Sex macht keinen Spaß mehr

Bedenklich waren auch andere Ergebnisse: Jeder 5. Mann gab an, sich immer extreme Sexfilme anschauen zu müssen, um den gleichen Grad an Erregung zu erreichen. Und für ein Drittel der Männer war der virtuelle Sex beim Pornoschauen aufregender als der reale Geschlechtsverkehr mit Partner*in.

Das Forscherteam gibt zu bedenken, dass diese Untersuchung auf eine reine Selbsteinschätzung der Männer beruht und auch die Stichprobe womöglich nicht repräsentativ ist. Trotzdem raten sie, bei jungen Männern mit Erektionsproblemen auch an einen erhöhten Pornokonsum als Auslöser zu denken.

Quelle: Uro-News

08.04.2021 | Von: Dr. med. Sonja Kempinski; Bild: Marko Aliaksandr/Shutterstock.com

 

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vom 07.04.2021

Mittagsschlaf hält Hirn fit

Über 60? Rauf aufs Sofa!

Ob Power-Napping im Büro oder ein heimischer Sofa-Schlummer: Viele schwören auf ihr mittägliches Nickerchen. Zu Recht, wie eine chinesische Studie ergeben hat. Denn bei Menschen über 60 hält regelmäßiger Mittagsschlaf das Gehirn fit.

Demenztest an über 2000 Männer und Frauen

Über 2000 Männer und Frauen über 60 Jahren machten bei der chinesischen Untersuchung mit. Sie lebten in verschiedenen Großstädten Chinas und unterzogen sich einer Reihe von Gesundheitschecks, Befragungen zum Lebensstil und kognitiver Tests, also Untersuchungen zum Denken und Wahrnehmen.

Darunter befand sich auch der Mini-Mental-Status-Test (MMSE), der weltweit der Diagnose von Demenzen dient. Mit dieser Methode misst man unter anderem die visuell-räumlichen Fähigkeiten, das Arbeitsgedächtnis, die Aufmerksamkeit, das Problemlöseverhalten und die Sprachgewandtheit.

Mittagsschläfer schnitten besser ab

1534 der untersuchten Personen hielten regelmäßig Mittagsschlaf. Dieser wurde definiert als ein durchgehender Schlaf nach dem Mittagessen, der mindestens 5 Minuten bis maximal 2 Stunden dauerte. Die restlichen 680 Männer und Frauen gaben an, mittags nie ein Schläfchen zu halten.

Ob Mittagsschlaf oder nicht: Die Dauer des Nachtschlafs unterschied sich in beiden Gruppen mit etwa 6,5 Stunden nicht. Allerdings ergaben sich Unterschiede in der kognitiven Leistung. Die Männer und Frauen, die regelmäßig ein Nickerchen hielten, schnitten beim MMSE deutlich besser ab als die Nicht-Schläfer*innen.

Sprachgewandtheit und Gedächtnis profitieren

Besonders deutlich waren die Unterschiede bei der verbalen Ausdrucksfähigkeit, dem Arbeitsgedächtnis und der örtlichen Orientierung, berichten die chinesischen Forscher*innen. Sie schließen aus ihrer Untersuchung, dass der Mittagsschlaf bei älteren Menschen die kognitiven Fähigkeiten verbessert.

Quelle: General Psychiatry

07.04.2021 | Von: Dr. med. Sonja Kempinski; Bild: Bricolage/Shutterstock.com

 

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vom 06.04.2021

Gut informiert über Youtube?

Prostata-Operationen

Wer Informationen sucht, wird heutzutage im Internet schnell fündig. Auch für Patienten mit bevorstehender Prostataoperation gibt es auf YouTube massenhaft anschauliche Videos. Doch diese sind eher eine Gefahr als eine Hilfe, warnen Urologen.

87% mit Falschinformationen

Wie gut ist die fachliche Qualität der vielen YouTube-Videos zum Thema Prostataoperationen? Höchst mangelhaft, warnen Deutsche und Schweizer Urologen nach Prüfung der meistgeklickten Beiträge im Netz. Denn von 159 You-Tube-Videos zu insgesamt 14 verschiedenen Prostata-OP-Verfahren waren nur 21 ohne falsche Informationen. In anderen Worten: 87% der geprüften Videos zeigten Abweichungen von den aktuellen Leitlinien, in 9 Fällen waren diese Abweichung sogar extrem. Besonders schlecht erwiesen sich die Videos zu den Themen Injektionen in die Prostata, Prostatastents (das sind Metallgeflechtröhrchen zum Offenhalten der von der vergrößerten Prostata zusammengedrückte Harnröhre) und Diodentherapie (eine Form der Lasertherapie zur Reduktion von Prostatagewebe).

Werblich und Komplikationen verschwiegen

Bedenklich war auch, dass die meisten Filme werblich und nur 16 % frei von kommerziellen Interessen waren. Außerdem beschränkte sich die Berichterstattung meist auf ein Verfahren, weniger als 50% der untersuchten Filme erwähnte auch nur am Rande, ob und welche anderen Operationsverfahren im Falle einer vergrößerten Prostata möglich sind. Auch die wichtigen Komplikationen der vorgestellten Methode blieb in den meisten Filmen außen vor.

Außen hui, innen pfui

Von der technischen Qualität der Videos darf man sich nicht täuschen lassen: Diese war nämlich im Gegensatz zur mangelhaften inhaltlichen Qualität in den allermeisten Fällen sehr hoch. Die Urologen führen daher die Falschinformationen der Filme nicht auf eine fehlende Sachkunde zurück und schließen eine gewollte Beeinflussung der Ratsuchenden durch die jeweiligen Filmemacher nicht aus.

Rat lieber beim Arzt suchen

Pikanterweise erreichten die schlechtesten Videos die höchsten Klickzahlen, nämlich bis zu 2,4 Millionen, berichten die Urologen. Sie warnen betroffene Patienten eindringlich davor, ihre Informationen im Netz zusammenzusuchen. Besser sei das ausführliche Gespräch mit dem behandelnden Urologen, der zudem häufig auch fachlich hochwertiges Informationsmaterial bereithält.

Quelle: Ärztezeitung

06.04.2021 | Von: Dr. med. Sonja Kempinski; Bild: Monkey Business Images/Shutterstock.com

 

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vom 01.04.2021

Kein Brustkrebs-Screening auslassen!

Besserer Schutz

Das Mammografie-Screening kann vor dem Tod durch Brustkrebs schützen. Und zwar besonders gut, wenn keine der regelmäßigen Untersuchungen ausgelassen wird.

37 078 Mal Brustkrebs

Beim Brustkrebsscreening zählt die Regelmäßigkeit: Schon einzelne Termine nicht wahrzunehmen, mindert den Vorsorge-Effekt deutlich. Das berichtet ein Forscherteam nach Auswertung des schwedischen Screeningprogramms von 1992 bis 2016. Für die Analyse wurden die Daten von fast 550 000 Frauen in 4 Gruppen eingeteilt: beide letzte planmäßige Sreenings wahrgenommen, eines von beiden oder gar keins. 37078 Frauen erkrankten im Beobachtungszeitraum an Brustkrebs, 3995 verstarben daran.

Regelmäßigkeit signifikant besser

Es zeigte sich, dass die Frauen mit beiden Screeningsein um 49% niedrigeres Risiko hatten, an Brustkrebs zu versterben, als die Frauen, die an keinem Screening teilgenommen hatten. Wer die letzte oder vorletzte Mammografie durchführen ließ, reduzierte sein Sterberisiko an Brustkrebs auf 33 resp. 28%. Damit ist die regelmäßige Teilnahme statistisch signifikant (bedeutsam) wirksamer als die unregelmäßige Teilnahme.

2589 der neu aufgetretenen Brustkrebserkrankungen verliefen innerhalb von 10 Jahren tödlich. Auch hier zeigte sich ein Vorteil des regelmäßigen Screenings: Das Risiko, eine Brustkrebserkrankung nicht über 10 Jahre hinweg zu überleben, war bei den regelmäßigen Screenings um 50% reduziert (im Vergleich zu den Nichtteilnehmerinnen). Die einzelne Untersuchung verringerte dieses Risiko ebenfalls, und zwar um 36% bzw. 25%. Der Effekt war aber signifikant weniger effektiv als die Risikoreduktion durch die regelmäßige Teilnahme.

Besser manchmal als gar nicht …

Die Studie zeigt, wie wichtig es ist, bei der Brustkrebsvorsorge alle Screeningtermine wahrzunehmen, schreibt Studienleiter Stephen Duffy. Schon das Auslassen einer Mammografie erhöht das Risiko, an Brustkrebs zu sterben, deutlich. Allerdings ist eine unregelmäßige Teilnahme an den Screningterminen immer noch besser, als gar nicht hinzugehen, betont das Forscherteam.

Quelle: Radiology, Ärztezeitung

01.04.2021 | Von: Dr. med. Sonja Kempinski; Bild: Guschenkova/Shutterstock.com

 

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