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Aktuelle News

Hier stellen wir Ihnen, nach Datum sortiert, aktuelle News aus unterschiedlichen Bereichen zur Verfügung.

Ihre Apotheke in Herbseiten

18.07.2026

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Gut leben mit Vorhofflimmern

Keine Chance dem Schlaganfall!

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17.07.2026

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Sport schützt den Kreislauf

WHO-Empfehlung überprüft

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16.07.2026

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Adipöse Kinder pubertieren früher

Folgenschweres Übergewicht

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15.07.2026

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Diabetes erhöht Krebsrisiko

Auf zur Vorsorge!

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14.07.2026

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Tipps für sicheren Grillspaß

Heißes Sommervergnügen

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13.07.2026

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Waschen, cremen, inspizieren

Hautpflege bei Diabetes

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10.07.2026

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Weiblicher Schlaf und Hormone

Was machen Hormone mit dem Schlaf?

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09.07.2026

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Solarium erhöht Hautkrebsrisiko

Gefährliches „Vorbräunen“

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08.07.2026

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Strategien gegen die Atemnot

Angst vor dem Ersticken

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07.07.2026

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Vitamin-A-Mangel vorbeugen

Für Schwangere und Veganer*innen

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vom 18.07.2026

Gut leben mit Vorhofflimmern

Keine Chance dem Schlaganfall!

Mit einem Langzeit-EKG kontrolliert man den Herzrhythmus über 24 Stunden hinweg.

Vorhofflimmern bedeutet nicht, auf ein aktives Leben verzichten zu müssen. Wer seine Medikamente zuverlässig einnimmt und die nötigen Verhaltensregeln beachtet, kann selbst viel dazu beitragen, Beschwerden zu lindern und das Risiko für einen Schlaganfall zu senken.

Was bedeutet Vorhofflimmern?

Vorhofflimmern ist eine häufige Herzrhythmusstörung, die insbesondere im Alter auftritt. So sollen in Deutschland etwa 1,6 Millionen Menschen darunter leiden. Dabei schlagen die Herzvorhöfe anfallsweise oder dauerhaft ungeordnet und sehr schnell. In der Folge arbeiten sie nicht mehr effektiv mit den Herzkammern zusammen. Das beeinträchtigt den Blutfluss und erhöht das Risiko für Blutgerinnsel und Schlaganfälle.

Viele Patient*innen bemerken von ihrem Vorhofflimmern zunächst nichts. Die Rhythmusstörung wird dann z. B. während einer Gesundheitsuntersuchung beim Schreiben des EKGs entdeckt. Manchmal wird sie auch erst im Zusammenhang mit einem Schlaganfall diagnostiziert.

Treten Beschwerden auf, berichten die Betroffenen über vorübergehendes Herzrasen oder Herzstolpern und einen unregelmäßigen Puls. Bei manchen verursacht das phasenweise Herzstolpern keine spürbaren Beschwerden. Wenn der unregelmäßige Herzschlag aber die Leistung des Herzens beeinträchtigt, fühlen sich die Patient*innen schnell müde und erschöpft, manche haben Schwindel oder leiden unter Atemnot.

Hinweis: Vorhofflimmern ist meist nicht unmittelbar lebensbedrohlich. Es sollte aber immer ärztlich abgeklärt und behandelt werden, da sich sonst das Risiko für Komplikationen wie einen Schlaganfall erhöht.

Herzschlag kontrollieren und Blut verdünnen

Ist ein Vorhofflimmern diagnostiziert, wird es in der Regel auch behandelt. Die Therapie verfolgt zwei Ziele: Das Risiko für einen Schlaganfall zu verringern und die Beschwerden durch den gestörten Herzschlag zu beseitigen. Bei der Kontrolle des Herzschlags wird zwischen Frequenz- und Rhythmuskontrolle entschieden:

  • Die Frequenzkontrolle wird meist gewählt, wenn nur wenige Beschwerden bestehen oder das Vorhofflimmern schon länger anhält. Dabei bleibt die Rhythmusstörung bestehen, der Puls wird aber mit Medikamenten wie Betablockern verlangsamt. Meist wird eine Ruheherzfrequenz unter 110 Schlägen pro Minute angestrebt. 
  • Die Rhythmuskontrolle setzt man besonders bei Beschwerden, neu aufgetretenem Vorhofflimmern oder zur Verbesserung der Lebensqualität ein. Sie kann – abhängig vom individuellen Risiko – auch schon früh im Krankheitsverlauf sinnvoll sein. Ihr Ziel ist es, den normalen Herzrhythmus wiederherzustellen und zu stabilisieren. Medikamente dafür sind z. B. Flecainid oder Propafenon. Reicht dies nicht aus, kommt eine Katheterablation in Frage. Dabei schiebt die Ärzt*in einen dünnen Schlauch durch die Gefäße bis zum Herz und verödet die Bereiche, die das Vorhofflimmern auslösen.

Ganz besonders wichtig ist es, das hohe Schlaganfallrisiko zu senken. Das gelingt mit Medikamenten, die die Blutgerinnung hemmen (auch Antikoagulanzien oder „Blutverdünner“ genannt). Da diese Wirkstoffe die Blutungsgefahr erhöhen, müssen der Nutzen (also die Verhinderung von Schlaganfällen) und das Risiko für Blutungen gegeneinander abgewogen werden. Dabei können spezielle Risikorechner helfen.

Ist das Schlaganfallrisiko hoch und eine dauerhafte gerinnungshemmende Therapie nicht möglich, kommt auch der Verschluss des linken Vorhof-Ohrs in Frage. Dort bilden sich die meisten Blutgerinnsel. Damit sie nicht in den Kreislauf gelangen und einen Schlaganfall auslösen, kann man das Vorhof-Ohr im Rahmen eines minimal-invasiven Kathetereingriffs mechanisch verschließen.

Vorhofflimmern tritt zudem häufig gemeinsam mit anderen Erkrankungen auf. Besonders Bluthochdruck, Diabetes mellitus und Schlafapnoe beeinflussen den Verlauf der Erkrankung. Deshalb gehört es zur Behandlung, diese Risikofaktoren möglichst gut einzustellen. Regelmäßige Blutdruckkontrollen, die konsequente Einnahme verordneter Medikamente und Kontrolltermine in der Arztpraxis tragen wesentlich dazu bei, Komplikationen zu vermeiden.

Hinweis: Gerinnungshemmende Medikamente entfalten ihre Schutzwirkung nur, wenn sie regelmäßig eingenommen werden. Ausgelassene Tabletten können das Schlaganfallrisiko erhöhen. Ganz besonders gilt das für die neueren Wirkstoffe (DOAKs), deren Wirkung schnell nachlässt.

Vorsicht Blutverdünner

Bei gerinnungshemmenden Medikamenten muss im Alltag das erhöhtes Blutungsrisiko beachtet werden. Das bedeutet, dass schon kleine Verletzungen länger bluten können und auch innere Blutungen – etwa nach Stürzen – gefährlicher sein können. 

  • Blutungen beachten: Betroffene sollten auf Zeichen wie häufiges Nasenbluten, ungewöhnlich starke oder lange Blutungen bei kleinen Verletzungen, Blut im Urin oder Stuhl sowie ungeklärte blaue Flecken achten und diese ärztlich abklären lassen. 
  • Verhalten im Alltag: Bei Aktivitäten mit erhöhtem Verletzungsrisiko heißt es, besonders vorsichtig zu sein. Auch Stürze sollte man möglichst vermeiden, da unter Blutgerinnungshemmern Blutungen stärker ausfallen und gefährlicher sein können. 
  • Vorsicht mit grünem Gemüse: Bei gerinnungshemmenden Vitamin-K-Antagonisten (z. B. Marcumar/Warfarin) ist eine gleichmäßige Aufnahme von Vitamin K wichtig – stark schwankende Mengen (z. B. viel Spinat, Grünkohl oder andere grüne Gemüse in sehr unterschiedlichen Mengen) können die Wirkung beeinflussen. Bei neueren Gerinnungshemmern (DOAKs) hat die Ernährung einen weniger ausgeprägten Einfluss.
  • Wechselwirkungen vermeiden: Rezeptfreie pflanzliche Präparate wie z. B. Johanniskraut oder Ginkgo können die Wirkung der Blutverdünner verändern und sollten nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden.

Hinweis: Wer gerinnungshemmende Medikamente einnimmt, sollte immer einen entsprechenden Notfall- oder Antikoagulationsausweis mit sich tragen. So wird im Ernstfall sofort erkannt, dass ein erhöhtes Blutungsrisiko besteht.

Herzgesunder Lebensstil

Ein herzgesunder Lebensstil kann den Verlauf des Vorhofflimmerns günstig beeinflussen. Empfehlenswert ist eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Fisch sowie hochwertigen pflanzlichen Ölen. Fertigprodukte und stark verarbeitete Lebensmittel enthalten dagegen oft viel Salz und sollten nur selten auf dem Speiseplan stehen. Salz kann den Blutdruck erhöhen – und Bluthochdruck kann das Vorhofflimmern verschlechtern.

Auch das Körpergewicht spielt eine wichtige Rolle. Bei Übergewicht kann bereits eine geringe Gewichtsabnahme dazu beitragen, Beschwerden zu verringern und Vorhofflimmern zu reduzieren.

Beim Alkohol gilt: Weniger ist besser. Schon größere Einzelmengen können Vorhofflimmern auslösen oder bestehende Beschwerden verstärken. In Studien wurde gezeigt, dass Menschen mit Vorhofflimmern weniger Flimmeranfälle haben, wenn sie weitgehend auf Alkohol verzichten.

Rauchen erhöht das Risiko für Vorhofflimmern. Das liegt daran, dass Nikotin und andere Substanzen im Zigarettenrauch Puls und Blutdruck steigern und die elektrische Stabilität des Herzens verändern. Außerdem schädigt das Rauchen die Blutgefäße direkt und erhöht das Risiko für Blutgerinnsel und Schlaganfälle – also genau für die Komplikationen, die man beim Vorhofflimmern fürchtet.

Hinweis: Kaffee ist für viele Menschen mit Vorhofflimmern kein Problem. Wer jedoch bemerkt, dass koffeinhaltige Getränke Herzrasen auslösen, sollte den Konsum einschränken.

Bewegung hält das Herz fit

Regelmäßige körperliche Aktivität gehört zu den wichtigsten Maßnahmen bei Vorhofflimmern. Bewegung stärkt Herz und Kreislauf, senkt den Blutdruck und unterstützt dabei, ein gesundes Körpergewicht zu erreichen. Viele Betroffene berichten außerdem, dass sie sich belastbarer fühlen und ihre Lebensqualität steigt.

Welche körperliche Aktivität im Einzelfall passend ist, bespricht man am besten mit der behandelnden Ärzt*in. Besonders geeignet sind Ausdauersportarten wie zügiges Spazierengehen, Nordic Walking, Radfahren, Schwimmen oder Gymnastik. Wichtig ist, langsam zu beginnen und die Belastung schrittweise zu steigern.

Wer während der Bewegung starke Atemnot, Brustschmerzen, Schwindel oder Herzrasen entwickelt, sollte das Training abbrechen und die Beschwerden ärztlich abklären lassen.

Hinweis: Auch kleine Bewegungseinheiten im Alltag helfen – etwa Treppensteigen, Gartenarbeit oder ein täglicher Spaziergang.

Stress reduzieren und ausreichend schlafen

Viele Betroffene berichten, dass Stress oder Schlafmangel das Vorhofflimmern verstärken können. Zwar lässt sich Stress nicht vollständig vermeiden, doch regelmäßige Erholungsphasen können helfen.

Entspannungsverfahren wie Atemübungen, Yoga oder die progressive Muskelentspannung nach Jacobsen wirken sich bei vielen Menschen positiv auf das Wohlbefinden aus. Ebenso wichtig ist ausreichend Schlaf. Wer stark schnarcht oder tagsüber ungewöhnlich müde ist, sollte ärztlich abklären lassen, ob möglicherweise eine Schlafapnoe vorliegt. Eine Schlafapnoe muss behandelt werden, da bekannt ist, dass sie Vorhofflimmern verstärken kann.

Hinweis: Achten Sie auf einen regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus. Unregelmäßige Schlafzeiten können das vegetative Nervensystem aktivieren und damit Stress auslösen.

Puls kontrollieren – aber wie?

Um Veränderungen zu erkennen, sollten Patient*innen mit Vorhofflimmern ihren Puls kontrollieren. Und zwar sowohl routinemäßig als auch dann, wenn sie Beschwerden haben. Dabei ist nicht nur die Frequenz, also die Anzahl der Herzschläge pro Minute von Bedeutung. Es soll auch darauf geachtet werden, ob das Herz regelmäßig oder unregelmäßig schlägt. Denn ein unregelmäßiger Puls ist bei Vorhofflimmern ein wichtiger Hinweis und sollte ärztlich abgeklärt werden. Folgende Verfahren eignen sich zur Messung: 

  • Manuelle Pulskontrolle am Handgelenk: Hierbei legt man Zeige- und Mittelfinger auf die Innenseite des Handgelenks (unter dem Daumen) und fühlt die Pulswelle. Um die Anzahl der Herzschläge pro Minute zu erkennen, zählt man entweder 30 Sekunden mit und multipliziert den Wert mit 2 oder man zählt den Pulsschlag eine komplette Minute lang durch. 
  • Geräte zur Selbstkontrolle: Gut zu messen ist der Puls mit einem Blutdruckmessgerät mit Pulsanzeige. Auch Fitnesstracker oder Smartwatches können den Puls messen. Das ist besonders bequem, allerdings können bei Bewegungen Messfehler entstehen. Manche Smartwatches zeichnen auch ein EKG auf. Damit können sie Hinweise auf Vorhofflimmern liefern, ersetzen aber nicht die ärztliche Diagnostik.

Hinweis: Die regelmäßige Pulskontrolle sollte möglichst immer unter ähnlichen Bedingungen (z. B. in Ruhe und zur gleichen Tageszeit) erfolgen, um vergleichbare Werte zu erhalten.

Was tun beim Herzstolpern?

Bei Vorhofflimmern ist es besonders wichtig, auch in belastenden Situationen möglichst ruhig zu bleiben – denn Angst und Stress können die Beschwerden verstärken. Viele Episoden lassen sich besser bewältigen, wenn man sich bewusst macht, dass sie zwar unangenehm, aber in der Regel nicht unmittelbar gefährlich sind.

Hilfreich ist es, auf den eigenen Körper zu achten und Veränderungen wahrzunehmen, ohne jede kleine Unregelmäßigkeit sofort als Verschlechterung zu deuten oder in Panik zu geraten. So kann ein bewusster und gelassener Umgang mit der Erkrankung dazu beitragen, die Lebensqualität zu verbessern.

Bei einigen Beschwerden ist es nötig, die Ärzt*in aufzusuchen. Sofort in die Praxis oder den Notruf tätigen sollte man bei 

  • plötzlichem Brustschmerz oder starkem Druckgefühl in der Brust 
  • Atemnot in Ruhe oder deutlich zunehmende Luftnot 
  • Lähmungen, Sprachstörungen, Sehstörungen oder einem hängenden Mundwinkel (Verdacht auf Schlaganfall)
  • plötzlichem Kollaps, starker Benommenheit oder Bewusstlosigkeit 
  • anhaltend sehr schnellem Herzschlag mit starkem Krankheitsgefühl, Schwindel oder Kreislaufproblemen
  • starken Beschwerden nach einem Sturz, insbesondere unter Blutverdünnung

Manche Symptome sind zwar keine Zeichen eines Notfalls, sollten aber trotzdem in den nächsten Tagen abgeklärt werden. Dies gilt z. B., wenn 

  • Herzstolpern bzw. Herzrasen neu oder verstärkt auftritt, 
  • die Leistungsfähigkeit sinkt oder es vermehrt zu Müdigkeit und Luftnot bei Belastung kommt, 
  • das Herz phasenweise immer wieder unregelmäßig schlägt, 
  • verstärkt Blutergüsse oder Nasenbluten auftreten oder Blut im Stuhl auffällt.

Gut vorbereitet in die Arztpraxis

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen gehören zur Behandlung des Vorhofflimmerns dazu. Sie helfen dabei, Medikamente anzupassen und den Krankheitsverlauf zu beurteilen. Eine aktuelle Medikamentenliste und gegebenenfalls selbst gemessene Blutdruck- oder Pulswerte erleichtern das Gespräch.

Vor dem Termin kann es hilfreich sein, sich Notizen zu machen:

  • Welche Beschwerden sind seit dem letzten Termin aufgetreten? 
  • Wie häufig treten Herzrasen oder Herzstolpern auf?
  • Gab es Nebenwirkungen der Medikamente? 
  • Welche Fragen möchten Sie stellen?

Hinweis: Es empfiehlt sich, seine Beschwerden zu beobachten und in einem Symptomtagebuch zu notieren. Dadurch kann man Veränderungen frühzeitig erkennen und der behandelnden Ärzt*in wichtige Informationen liefern.

Quellen: Deutsche Herzstiftung, S-3-Leitlinie Vorhofflimmern

18.07.2026 | Von: Dr. med. Sonja Kempinski; Bild: mauritius images / Westend61 / Albrecht Weisser

 

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vom 17.07.2026

Sport schützt den Kreislauf

WHO-Empfehlung überprüft

Regelmäßiger Sport ist gesund

Sport ist gut für die Gesundheit, da ist man sich einig. Doch wieviel Sport ist in der Woche nötig, um das Risiko für Erkrankungen zu senken?

Zu wenig Bewegung

Viele Menschen bewegen sich zu wenig. Nach der WHO sind jeder 4. Erwachsene und 3 von 4 Jugendlichen zu wenig körperlich aktiv. Das hat einen Einfluss auf Erkrankungsrisiken. Denn regelmäßiger Sport senkt zum Beispiel langfristig das Risiko, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu bekommen. Die WHO empfiehlt deshalb mindestens 150 Minuten Sport die Woche. Ob diese Empfehlung sich auch mit aktuellen Daten bestätigen lässt, hat nun eine Studie untersucht.

150 Minuten die Woche

Die Forschenden aus der Universität Macau haben sich dafür die Daten der WHO genau angesehen. Die Datengrundlage ist gut: So wurden über 17.000 Teilnehmende über mehrere Jahre lang verfolgt. Die Forschenden fanden heraus, dass das Erkrankungsrisiko um etwa 9 % geringer war, wenn man sich an die WHO-Empfehlungen von 150 Minuten Sport pro Woche hielt. Je mehr Bewegung, desto größer war der Effekt. Mit 340-370 Minuten moderatem Sport pro Woche sank das Risiko um 20 %. Die Empfehlung von 150 Minuten Sport pro Woche der WHO kann deshalb als Mindestwert verstanden werden. Wer mehr Sport schafft, lebt noch gesünder. 

Krafttraining im Alter

Dabei muss es nicht immer Ausdauersport sein. Auch moderates Krafttraining senkt das Erkrankungsrisiko bedeutend. Besonders im Alter wirkt Krafttraining auch dem körperlichem Muskelabbau entgegen. Durch stärkere Muskeln in den Beinen werden Stürze seltener.  Selbstständigkeit und Mobilität bleiben länger erhalten. Für das Kreislaufsystem ist die Art des Sportes nicht so wichtig. Oft Kraft oder Ausdauer – Hauptsache man bleibt in Bewegung. 

Quelle: Deutsches Ärzteblatt 

17.07.2026 | Von: Dr. med. Tobias Höflein; Bild: mauritius images / Wavebreakmedia

 

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vom 16.07.2026

Adipöse Kinder pubertieren früher

Folgenschweres Übergewicht

Eine frühe Pubertät kann Verhaltensauffälligkeiten und emotionale Probleme nach sich ziehen.

Wenn schon Kleinkinder zu viele Pfunde auf die Waage bringen, hat das auch Folgen für die Pubertät. Sie werden früher geschlechtsreif als normalgewichtige Jungen und Mädchen.

Entscheidend sind die angesammelten Pfunde

Kinder pubertieren heute häufig früher als noch vor einigen Jahrzehnten. Forschende vermuten, dass dabei neben genetischen und Umweltfaktoren auch starkes Übergewicht (Adipositas) eine wichtige Rolle spielt. Untersuchungen aus Australien und China zufolge ist dabei offenbar nicht nur das Körpergewicht zum Pubertätsbeginn entscheidend. Vielmehr scheint es darauf anzukommen, wie lange ein Kind bereits übergewichtig ist und wie stark die Adipositas über die Jahre ausgeprägt war.

Für ihre Analyse werteten die Wissenschaftler*innen die Daten von rund 4.500 Kindern aus zwei großen Langzeitstudien aus. Dabei verfolgten sie die Gewichtsentwicklung von der frühen Kindheit bis zum Teenageralter. Den Pubertätsstatus gaben die Eltern über einen speziellen Fragebogen an. Das Ergebnis: Je höher die sogenannte kumulative Adipositas – also die über Jahre angesammelte Belastung durch Übergewicht –, desto früher begann die Pubertät.

Das war besonders bei den australischen Mädchen deutlich zu erkennen: Die adipösen unter ihnen kamen 1,5 Jahre früher in die Pubertät als die normalgewichtigen. Bei den australischen Jungen und den chinesischen Kindern war der Zusammenhang ebenfalls vorhanden, aber weniger ausgeprägt.

Schneller BMI-Anstieg besonders einflussreich

Auffällig war außerdem, dass ein schneller Anstieg des Body-Mass-Index (BMI) zwischen dem dritten und vierten Lebensjahr besonders eng mit einer früheren Geschlechtsreife verbunden war. Diese Lebensphase könnte daher für die spätere Entwicklung eine wichtige Rolle spielen.

Eine früh einsetzende Pubertät wird mit verschiedenen gesundheitlichen und psychischen Folgen in Verbindung gebracht. Dazu zählen unter anderem ein erhöhtes Risiko für emotionale Probleme oder Verhaltensauffälligkeiten. Bei Mädchen könnte außerdem eine längere natürliche Östrogeneinwirkung das Risiko für Brustkrebs erhöhen.

Nur einer von mehreren Faktoren

Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig eine gesunde Gewichtsentwicklung bereits im frühen Kindesalter ist. Fachleute betonen jedoch, dass das Körpergewicht nur einer von mehreren Faktoren ist, die den Beginn der Pubertät beeinflussen. Ernährung, Bewegung, genetische Veranlagung und weitere Umwelteinflüsse spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

Quelle: SpringerMedizin

16.07.2026 | Von: Dr. med. Sonja Kempinski; Bild: mauritius images / Science Photo Library

 

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vom 15.07.2026

Diabetes erhöht Krebsrisiko

Auf zur Vorsorge!

Für Menschen mit Diabetes ist die Krebsvorsorge besonders wichtig.

Beim Typ-2-Diabetes drohen etliche Folgeschäden. Dabei gilt es nicht nur, auf Nieren, Augen und Nerven zu achten. Menschen mit Typ-2-Diabetes haben auch ein erhöhtes Risiko für bestimmte Krebsarten.

Diabetes richtet sehr viel Schaden an

Der Typ-2-Diabetes ist eine Stoffwechselstörung, die erhebliche Auswirkungen auf den Körper haben kann. Das liegt daran, dass dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte Blutgefäße und Nerven schädigen und so die Versorgung wichtiger Organe beeinträchtigen. Vor allem die Augen und die Nieren sind dabei in Gefahr und müssen regelmäßig kontrolliert werden.

Vor allem Darmkrebsrisiko erhöht

Weniger bekannt ist jedoch, dass Menschen mit Typ-2-Diabetes auch häufiger an bestimmten Krebsarten erkranken. Besonders betroffen sind Tumoren des Magen-Darm-Trakts sowie gynäkologische und urologische Krebserkrankungen. Bereits beim Prädiabetes ist dieses Risiko erhöht, und zwar insbesondere für Darmkrebs.

Umso wichtiger ist eine regelmäßige Krebsfrüherkennung. Fachleute gehen davon aus, dass ein großer Teil der Krebserkrankungen und krebsbedingten Todesfälle bei Menschen mit Diabetes durch konsequente Vorsorge verhindert werden könnte. Trotzdem nehmen Betroffene seltener an den empfohlenen Früherkennungsuntersuchungen teil als Menschen ohne Diabetes.

Blutzucker gut einstellen und gesund leben

Neben der Vorsorge spielt aber auch die Behandlung des Diabetes selbst eine wichtige Rolle. Entscheidend ist, den Blutzucker langfristig gut im Griff zu haben. Gelingt dies, sinkt auch das zuckerbedingte Krebsrisiko deutlich, wie Studien zeigen konnten.

Auch Rauchen und Alkohol verstärken den Effekt

Aktuellen Untersuchungen zufolge gibt es noch weitere Faktoren, die das Krebsrisiko für Menschen mit Diabetes zusätzlich erhöhen. An erster Stelle stehen dabei das Rauchen und ein hoher Alkoholkonsum, aber auch chronische Infektionen – etwa mit Hepatitis-B- oder Hepatitis-C-Viren.

Expert*innen empfehlen deshalb Menschen mit Diabetes, möglichst auf Tabak zu verzichten, Alkohol nur in kleinen Mengen zu trinken und sich bei Bedarf auf chronische Hepatitis untersuchen zu lassen. Gleichzeitig tragen ein gesundes Körpergewicht, regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung dazu bei, das Krebsrisiko noch weiter zu reduzieren.

Quelle: Ärztezeitung

15.07.2026 | Von: Dr. med. Sonja Kempinski; Bild: mauritius images / Convisum24

 

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vom 14.07.2026

Tipps für sicheren Grillspaß

Heißes Sommervergnügen

In Deutschland wird pro Jahr etwa 100 Millionen Mal der Grill angeworfen.

Von Verbrennungen bis zu Magen-Darm-Infektionen: Das allseits beliebte Grillen hält eine ganze Menge Gefahren bereit. Hier gibt es Tipps, wie man sich davor schützt.

100 Millionen Grillfeuer jährlich in Deutschland

Die Deutschen sind wahre Grillmeister*innen: Ein Viertel von ihnen genießt die Speisen vom Rost mindestens ein Mal pro Woche. Bei etwa 100 Millionen Grillfeuern pro Jahr ereignen sich bis zu 5000 Unfälle, rechnen Fachgesellschaften vor. Dabei tragen etwa 500 Menschen schwere Folgen davon. Um Unfälle zu verhüten, raten Plastische Chirurg*innen zu folgendem Vorgehen:

  • Den Grill auf eine stabile, feuerfeste Unterlage und in den Windschatten stellen. In der Nähe darf sich nichts Brennbares befinden.
  • Zum Anzünden Würfel auf Petroleumbasis oder Holzwolle verwenden – sie gelten als am sichersten. Wer stattdessen Brennspiritus, Benzin oder gelartige Grillpasten nimmt, riskiert gefährliche Verpuffungen und Rückzündungen.
  • Gasgrillgeräte regelmäßig auf die Dichte ihrer Schläuche, Flaschen und Ventile prüfen.
  • Grillschalen verwenden, damit kein Fett auf heiße Kohlen tropft und Stichflammen auslöst.
  • Sich vor Funkenflug mit Grillhandschuhen und Grillschürze schützen und eine geeignete Grillzange verwenden.
  • Immer einen Eimer Sand, einen Feuerlöscher oder eine Löschdecke bereithalten. Wasser ist ungeeignet für Fettbrände, es droht eine Fettexplosion.

Keine Hausmittel auf Brandwunden!

Ist es trotz aller Vorsicht zu Verbrennungen gekommen, hängt das weitere Vorgehen von deren Ausmaß ab. Sind nur bis zu 10% der Körperoberfläche verbrannt, soll die Stelle 10 bis 15 Minuten mit Leistungswasser gekühlt werden – Hausmittel wie Puder, Mehl, Öle oder Salben sind verboten. Danach ist eine Ärzt*in aufzusuchen. Sind größere Flächen verbrannt oder Gesicht oder Gelenke betroffen, muss unverzüglich der Rettungsdienst alarmiert werden!

Magen-Darm-Infekt und Hepatitis

Doch beim Grillen drohen nicht nur Verbrennungen. Auch Magen-Darm-Infektionen werden durch diese Art der Zubereitung begünstigt. Typischer Überträger von Keimen wie z.B. Campylobacter ist nicht ausreichend gegartes Geflügelfleisch. Um die Gefahr zu senken, sollte das Fleisch direkt aus dem Kühlschrank auf den Rost gelegt und ausreichend heiß gegrillt werden.

Ausreichend heiß bedeutet mindestens 70°C und gilt genauso für Fisch und Meeresfrüchte. Schweinefleisch sollte bei dieser Temperatur etwa 20 Minuten bruzzeln. Wird es nicht heiß genug gegrillt, droht eine Infektion mit dem Hepatitis-E-Virus und damit eine Leberentzündung.

Für besonders eifrige Grillende gibt´s noch einen Extra-Tipp: Auch wenn es einen professionellen Eindruck macht – Grillgut sollte nicht so oft gewendet werden. Denn dabei verliert es an Hitze.

Quelle: medscape

14.07.2026 | Von: Dr. med. Sonja Kempinski; Bild: mauritius images / Caia Image / Tom Merton

 

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vom 13.07.2026

Waschen, cremen, inspizieren

Hautpflege bei Diabetes

Die Haut von Diabetiker*innen braucht eine besondere Feuchtigkeitspflege.

Eine Diabeteserkrankung wirkt sich auch negativ auf die Haut aus. Mögliche Folgen sind Pilzerkrankungen und unangenehmer Juckreiz. Mit einer guten Blutzuckereinstellung und der richtigen Pflege lässt sich jedoch gut vorbeugen.

Hautbarriere, Nerven und Gefäße in Gefahr

Bei bis zu 80% aller Diabetiker*innen treten Hautveränderungen auf. Dafür gibt es viele verschiedene Gründe. Durch die erhöhten Blutzuckerspiegel scheidet die Niere vermehrt Flüssigkeit aus und der Körper verliert Wasser. Auch die verringerte Schweiß- und Talgproduktion führt dazu, dass diabetische Haut austrocknet, rissig wird und ihre Schutzfunktion verliert. Weil dann auch die Hautbarriere leidet, werden Infektionen begünstigt. Außerdem schädigt der Diabetes Nerven und Gefäße, es kommt zu Durchblutungsstörungen, Wundheilungsstörungen, Taubheitsgefühlen und Missempfindungen.

Juckreiz und trockene Haut

Besonders häufig und unangenehm für Diabetiker*innen ist die trockene Haut und der daraus resultierende Juckreiz. Hier helfen oft schon konsequente Pflegeroutinen:

  • Um die Haut nicht zusätzlich auszutrocknen, sollte nicht zu heiß und zu lange geduscht und gebadet werden (maximal 35°C und zehn Minuten).
  • Zur Reinigung empfehlen sich rückfettende Ölduschen oder Ölbäder, individuelle Beratung dazu gibt es in der Apotheke.
  • Nach dem Waschen sollte Diabetiker*innen die Haut vorsichtig, aber gründlich trockentupfen. Vor allem in den Achselhöhlen und zwischen den Zehen muss die Haut trocken sein, da sich in feuchten „Höhlen“ gerne Pilze ansiedeln. Trockenföhnen ist tabu: Durch die Nervenschädigung wird eine Überhitzung der Haut oft nicht bemerkt und es kann zu Hautschäden kommen.
  • Feuchtigkeitsspendende Lotionen oder Cremes runden die Pflege ab. Besonders günstig für Diabetiker*innen sind harnstoffhaltige Präparate, weil Harnstoff nicht nur Wasser bindet und damit den Juckreiz lindert, sondern auch antibakteriell wirkt. Empfehlenswert sind auch Präparate mit der juckreizlindernden Gammalinolensäure (z. B. aus Nachtkerzenöl). In der Apotheke gibt es zudem spezielle, auf Diabetikerhaut zugeschnittene Pflegeserien.

Bei besonders starkem Juckreiz können kortisonhaltige Salben kurzfristig für Linderung sorgen. Eine Dauertherapie ist tabu, denn Kortison kann selbst die Hautschichten schädigen. Eine weitere Option bei starkem Juckreiz ist auch die Lichttherapie in der Hautarztpraxis.

Infektionen nie selbst behandeln!

Durch die geschwächte Hautbarriere, die bei Diabetes verminderte Immunabwehr und die gestörte Hautdurchblutung kommt es bei Diabetiker*innen besonders leicht zu Infektionen. Hefepilze befallen gerne Hautfalten oder den Intimbereich, aber auch „normale“ Fuß- und Nagelpilze haben ein leichtes Spiel. Auch bakterielle Infektionen wie Abszesse oder Furunkel sind häufig. In jedem Fall gilt, dass beim geringsten Verdacht auf eine Hautinfektion (z. B. durch Rötung, Juckreiz, Schmerzen) die Hausärzt*in aufgesucht werden muss.Eine Selbstbehandlung ist für Diabetiker*innen gefährlich, da sich bei ihnen aufgrund ihrer verminderten Immunabwehr Infektionen schnell ausbreiten können.

Allerdings können Diabetiker*innen Infekten durchaus vorbeugen. Dazu ist eine penible Hautpflege zum Schutz der Hautbarriere unerlässlich. Am allerwichtigsten ist jedoch die gute Blutzuckereinstellung. Bleibt der Blutzucker dauerhaft unter 200 mg/dl, sind Hautinfektionen bei Diabetiker*innen nicht häufiger als bei gesunden Menschen.

Quelle: Deutsche Diabetes Hilfe und Expertenchat

13.07.2026 | Von: Dr. med. Sonja Kempinski; Bild: Insta_photos/shutterstock.com

 

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vom 10.07.2026

Weiblicher Schlaf und Hormone

Was machen Hormone mit dem Schlaf?

Manchmal stören Hormone den Nachtschlaf

Ob man morgens ausgeschlafen oder müde ist, hängt von vielen Faktoren ab. Welchen Einfluss haben die Hormone?

Schlechter in der zweiten Zyklushälfte

Der weibliche Zyklus kann viele Lebensbereiche beeinflussen – etwa den Appetit, die Stimmung und wahrscheinlich sogar die sportliche Leistungsfähigkeit. Auch die Schlafqualität scheint vom Hormonhaushalt abzuhängen. So kann der Schlaf in der zweiten Zyklushälfte unruhiger sein. Frauen wachen dann nachts öfter auf oder träumen intensiver. Eine mögliche Folge ist eine erhöhte Müdigkeit am Tag. Die Ursache dafür ist wahrscheinlich ein Abfall des Progesteronspiegels in der zweiten Zyklushälfte. Kommen Zyklusbeschwerden wie Krämpfe oder Schmerzen hinzu, wird der Schlaf zusätzlich erschwert. 

Schlafmangel macht Hunger

Hormone verändern den Schlaf, doch umgekehrt beeinflusst der Schlaf auch die Hormone. Wer wenig schläft, hat zum Beispiel oft mehr von dem Appetithormon Ghrelin in Blut – mit der Folge, dass man mehr isst und auf Dauer Gewicht zunimmt. Dazu beeinflusst der Schlaf den Zuckerstoffwechsel und weitere Stoffwechselprozesse. Auf diesem Wege sind bei Schlafmangel neben Essattacken auch Stimmungsschwankungen möglich, und mit wenig Schlaf regeneriert sich der Körper schlechter. 

Nicht nur die Hormone

Der Schlaf verändert sich auch in verschiedenen Lebensphasen. Schwangerschaft, Stillzeit und Wechseljahre haben einen großen Einfluss. Frauenärztinnen und Frauenärzte betonen jedoch, dass nicht immer die Hormone schuld sind. Eine Rolle für die Schlafqualität spielen neben äußeren Faktoren wie Schichtarbeit auch medizinische Faktoren wie Medikamente oder Erkrankungen wie das Restless-Legs-Syndrom oder Depressionen. 

Tagebuch ordnet ein

Um Schlafprobleme besser zu beschreiben, hilft oft ein Schlaftagebuch. In diesem notiert man alles, was mit dem Schlaf zusammenhängt: 

  • Verhalten vor dem Schlaf: z. B. Handynutzung, Fernsehen, Alkoholkonsum?
  • Einschlaf- und Aufwachzeit
  • Gab es nächtliches Erwachsen, wenn ja wie oft und wie lange?
  • Gab es weitere Beschwerden, z. B. Hitzewallungen, Schmerzen?
  • Bedingungen im Schlafzimmer: z. B. komplett abgedunkelt, Temperatur
  • Nutzung von Schlafhilfen: z. B. Schlafmittel, Schlaftees?

Durch die genaue Beschreibung des Schlafes können Ärztinnen und Ärzte die Ursachen oft besser einschätzen. Ein guter Schlaf ist sehr bedeutend für die Frauen- und auch Männergesundheit. Schlafprobleme dürfen deshalb nach Möglichkeit immer beim nächsten Besuch in der Arztpraxis angesprochen werden. 

Quelle: Frauenärzte im Netz

10.07.2026 | Von: Dr. med. Tobias Höflein; Bild: mauritius images / Photo Alto / Frederic Cirou

 

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vom 09.07.2026

Solarium erhöht Hautkrebsrisiko

Gefährliches „Vorbräunen“

Trotz anteilmäßig geringerem UVB-Anteil bekommt die Haut im Solarium ähnlich viel UVB-Strahlung ab wie beim Sonnenbad in der natürlichen Sonne.

Viele nutzen das Solarium, um mit vorgebräunter Haut in den Urlaub zu starten. Eine aktuelle Studie zeigt jedoch: Künstliche UV-Strahlung kann das Risiko für schwarzen Hautkrebs deutlich steigern.

Hautkrebsrisiko auf das Dreifache erhöht

Dass Solarien der Haut schaden können, ist seit Jahren bekannt. Eine aktuelle Untersuchung liefert nun neue Hinweise darauf, warum künstliche UV-Strahlung so problematisch ist. Demnach erhöht die Nutzung von Solarien das Risiko, an einem malignen Melanom – dem schwarzen Hautkrebs – zu erkranken, auf fast das Dreifache.

Für die Studie wurden die Daten von knapp 6.000 Patient*innen ausgewertet. Rund die Hälfte hatte nach eigenen Angaben schon Solarien genutzt, die übrigen nie. Das Ergebnis fiel deutlich aus: In der Gruppe der Sonnenbanknutzer*innen traten Melanome wesentlich häufiger auf. Selbst nachdem bekannte Risikofaktoren wie Alter, Geschlecht, Sonnenbrände oder eine familiäre Vorbelastung berücksichtigt wurden, blieb der Zusammenhang bestehen.

Bedeckte Körperstellen gefährdet

Besonders interessant waren die Ergebnisse aus den Laboruntersuchungen. Die Forschenden analysierten Hautproben und stellten fest, dass sich in den pigmentbildenden Zellen von Solariumbesucher*innen deutlich mehr genetische Veränderungen angesammelt hatten als bei den Vergleichspersonen. Damit gerät auch ein weit verbreitetes Argument ins Wanken: Viele Menschen glauben, das Bräunen im Solarium vor dem Sommerurlaub bereite die Haut auf die Sonne vor. Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es dafür jedoch keinen überzeugenden Beleg. Im Gegenteil: Jede zusätzliche UV-Dosis kann weitere Schäden im Erbgut der Hautzellen verursachen.

Auffällig war außerdem, dass diese genetischen Veränderungen auch an Körperstellen nachweisbar waren, die im Alltag meist von Kleidung bedeckt sind. Dort entstehen unter natürlicher Sonneneinstrahlung normalerweise deutlich weniger UV-Schäden.

UVB-Anteil insgesamt so hoch wie in der Sonne

Oft wird behauptet, Solarien seien schonender als die Sonne, weil ihre Strahlung weniger UVB enthält. Das ist jedoch irreführend. Zwar ist der UVB-Anteil geringer – die insgesamt abgegebene Strahlungsmenge ist jedoch so hoch, dass die Haut ähnlich viel UVB abbekommt wie in der Sonne. Hinzu kommt eine UVA-Belastung, die je nach Gerät zehn- bis 15-mal höher ausfallen kann.

Die Weltgesundheitsorganisation stuft Solarien seit Langem als krebserregend ein. Die neuen Studiendaten liefern nun weitere Hinweise darauf, weshalb auf künstliche Bräune besser verzichtet werden sollte – der Haut zuliebe.

Quelle: SpringerMedizin

09.07.2026 | Von: Dr. med. Sonja Kempinski; Bild: mauritius images / Zoonar/WWW.SHOCK.CO.BA, Zoonar GmbH / Alamy / Alamy Stock Photos

 

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vom 08.07.2026

Strategien gegen die Atemnot

Angst vor dem Ersticken

Auch Atemübungen können gegen das Angstgefühl bei Dyspnoe helfen.

Atemnot kann den Alltag stark einschränken und vielen Betroffenen Angst machen. Doch es gibt Möglichkeiten, besser mit den Beschwerden umzugehen und den Teufelskreis aus Luftnot und Anspannung zu durchbrechen.

Atemnot besser bewältigen

Für Menschen mit einer chronischen Lungenerkrankung gehört Atemnot oft zum Alltag. Viele erleben dabei nicht nur das Gefühl, zu wenig Luft zu bekommen, sondern auch Unsicherheit oder Angst. Das ist verständlich: Wer schlecht Luft bekommt, atmet häufig schneller und verkrampft. Dadurch kann sich die Atemnot noch verstärken.

Folgende Strategien helfen gegen den Teufelskreis von Angst und Atemnot und tragen dazu bei, die Lebensqualität zu verbessern: 

  • Ruhe bewahren: Auch wenn es schwerfällt – versuchen Sie, nicht in Panik zu geraten. Verkrampftes Atmen erhöht die Anspannung und damit die Angst. Eine ruhige, gleichmäßige Atmung hilft dem Körper besser als hektisches Luftholen.
  • Die Lippenbremse anwenden: Atmen Sie durch die Nase ein und langsam gegen die locker geschlossenen Lippen wieder aus. Diese Atemtechnik hält die Atemwege länger offen und erleichtert das Ausatmen. 
  • Kräfte gut einteilen: Planen Sie anstrengende Tätigkeiten bewusst und legen Sie Pausen ein. Wer seine Energie sinnvoll einsetzt, kann oft mehr schaffen, ohne sich zu überfordern. 
  • In Bewegung bleiben: Körperliche Aktivität verbessert die Leistungsfähigkeit und kann die Atemnot langfristig lindern. Geeignet sind Bewegungsformen, die man gut an die persönliche Belastbarkeit anpassen kann. Dazu gehören z. B. Ergometerfahren oder Gehen bzw. Walking. 
  • Eine pneumologische Reha nutzen: Dort lernen Betroffene Atemtechniken, erhalten Bewegungstraining und erfahren, wie sie ihre Erkrankung im Alltag besser bewältigen können. 
  • Ängste ernst nehmen: Atemnot und Angst verstärken sich gegenseitig. Wenn Sorgen oder Panik den Alltag bestimmen, sollten Sie mit Ihrer Ärzt*in darüber sprechen. Gegebenenfalls kann auch eine psychotherapeutische Unterstützung sinnvoll sein. 
  • Unterstützung suchen: Der Austausch mit Angehörigen oder in einer Selbsthilfegruppe kann entlasten. Viele Betroffene erleben es als hilfreich, Erfahrungen zu teilen und praktische Tipps zu erhalten.

Keine Beruhigungsmittel einsetzen

Liegen neben der Dyspnoe auch depressive oder Angststörungen vor, verordnet die Ärzt*in manchmal auch eine medikamentöse Therapie, z. B. Antidepressiva. Sedierende bzw. beruhigende Wirkstoffe sind ungeeignet, da sie den Atemantrieb hemmen und eine Atemnot noch verstärken können.

Quelle: SpringerMedizin

08.07.2026 | Von: Dr. med. Sonja Kempinski; Bild: mauritius images / Maskot

 

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vom 07.07.2026

Vitamin-A-Mangel vorbeugen

Für Schwangere und Veganer*innen

Vegane Mütter begeistern ihren Nachwuchs schon früh für Karotten & Co.

Wer regelmäßig Milchprodukte, Eier und Fleisch isst, braucht sich um seinen Vitamin-A-Haushalt keine Gedanken zu machen. Doch wie sieht das bei veganer Ernährung aus? Und was müssen Schwangere beachten?

Plazenta und Embryo brauchen Vitamin A

Vitamin A hat im Körper viele Aufgaben: Es ist unentbehrlich für das Sehen und fördert den Aufbau von Knochen, Haut und Bindegewebe. Auch für das Immunsystem ist Vitamin A wichtig. Zudem entschärfen Vorstufen des Vitamins die aggressiven Sauerstoffverbindungen, die in unserem Organismus fortlaufend durch ganz normale Stoffwechselprozesse entstehen.

Eine weitere Funktion hat Vitamin A beim Aufbau der Plazenta und der Reifung des ungeborenen Kindes. Deshalb brauchen Schwangere auch 2050 % mehr Vitamin A als nicht-schwangere erwachsene Frauen, deren Tagesbedarf bei etwa 0,8 mg liegt. Grundsätzlich lässt sich das durch die Nahrung erreichen, praktisch geschieht das aber eher selten.

Vitamin-A-Supplemente statt Leber

Der früher oft erteilte Rat, viel Vitamin-A-reiche Leber zu essen, ist heute sogar gefährlich: Schlachttiere bekommen oft sehr hohe Mengen an Vitamin A zugefüttert. Die hohen Dosen, die sich dann in der Leber ansammeln, können beim Embryo zu Fehlbildungen führen.

Um den vermehrten Bedarf sicher zu stellen, empfehlen Expert*innen heute, ab dem 4. Schwangerschaftsmonat 3.000 Internationale Einheiten Retinol-Äquivalente zuzuführen (Retinol ist die Transportform des Vitamin A im Körper).

Veganer schützt Provitamin

Doch nicht nur Schwangere sollten sich Gedanken über Vitamin A machen. Weil das Vitamin ausschließlich in tierischen Produkten wie Eier, Milch, Käse, Leberwurst und fettem Fisch vorkommt, droht Veganer*innen eine Unterversorgung. Mit ausreichend Obst und Gemüse muss es dazu aber nicht kommen. Süßkartoffeln, Aprikosen, Mangos, Karotten, Paprika und Spinat enthalten die Vitamin-A-Vorstufe Beta-Carotin, die der Körper zu Vitamin A umwandelt. Um ausreichend davon herzustellen, benötigt der Organismus jedoch täglich doppelt so viel Beta-Carotin wie Vitamin A.

Für Veganer*innen, die ihren Vitamin-A-Haushalt durch Supplemente sichern wollen, gibt es spezielle Produkte (z. B. ohne Weichgelatinekapseln oder ohne Retinolbestandteile aus tierischer Quelle). Zur besseren Übersicht sollte man sich dazu in der Apotheke beraten lassen.

Quelle: pta heute

07.07.2026 | Von: Dr. med. Sonja Kempinski; Bild: everst/shutterstock.com

 

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