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Aktuelle News

Hier stellen wir Ihnen, nach Datum sortiert, aktuelle News aus unterschiedlichen Bereichen zur Verfügung.

Ihre Apotheke in Herbseiten

27.01.2020

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Frühstücken oder nicht frühstücken?

Diät-Empfehlung unter der Lupe

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24.01.2020

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Alarm für Deutschland?

Coronaviren breiten sich aus

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23.01.2020

Copyright: Krystyna Taran/Shutterstock.com

Antibiotika erhöhen Allergierisiko

In den ersten 6 Lebensmonaten

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22.01.2020

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Gesunder Lebensstil schenkt 8 Jahre

Schluss mit Faulenzen und Futtern!

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21.01.2020

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Verdauung fängt im Kopf an

Essen für die Sinne

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20.01.2020

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Digitales Fiebermessen bei Kindern

Stirn, Ohr oder Darmausgang?

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18.01.2020

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Gegen trübe Aussichten

Tipps für Kontaktlinsenträger

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17.01.2020

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Gemeinsame Mahlzeiten gegen Übergewicht

Als Familie gesund und schlank

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16.01.2020

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Richtiges Händewaschen bei Kindern

Mit Alphabet und Seife

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15.01.2020

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Schadet Marathonlaufen dem Knie?

Mit dem MRT geprüft

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vom 27.01.2020

Frühstücken oder nicht frühstücken?

Diät-Empfehlung unter der Lupe

Wer abnehmen will, soll nicht am Frühstück sparen, hieß es bisher. Denn ein gefüllter Bauch bewahrt vor späterem Heißhunger und unnötiger Kalorienzufuhr. Australische Forscher haben diese Empfehlung jetzt unter die Lupe genommen.

Fragwürdige Empfehlung?

Um Gewicht zu verlieren, muss man auf die Kalorienbremse treten, da geht kein Weg dran vorbei. Doch wann spart man diese Kalorien am besten ein? Nicht beim Frühstück, rieten viele Ernährungsgesellschaften bisher. Denn durch den nachfolgenden Hunger würden die weggelassenen Kalorien meist mehr als kompensiert, zudem soll eine morgendliche Mahlzeit eher satt machen als eine später eingenommene. Ob sich ein Frühstücks-Verzicht tatsächlich negativ auf eine Diät auswirkt, haben jetzt australische Forscher um Katherine Sievert von der Universität Melbourne anhand einer Reihe kontrollierter Studien geprüft.

Frühstück weglassen macht nicht dick

Bei der Analyse der Ergebnisse von Diätstudien mit und ohne Frühstück kam heraus, dass der Verzicht auf morgendliche Kalorien keine negative Auswirkung auf das Gewicht hatte. Die Teilnehmer ohne Frühstück nahmen durchschnittlich insgesamt sogar weniger Kalorien täglich zu sich als diejenigen, die sich morgens sättigten. Das Ausgangsgewicht der Probanden war dabei unerheblich, der Effekt fand sich sowohl bei Übergewichtigen als auch bei Adipösen, berichteten die australischen Forscher.

Hauptsache Kalorien reduzieren

Es scheint bei einer Reduktionsdiät also nicht darauf anzukommen, auf welche Mahlzeit man verzichtet, folgert Katherine Sievert. Sie sieht deshalb auch keine Rechtfertigung für die Warnung, dass der Verzicht auf Frühstück Übergewicht begünstigt. Statt fragwürdiger Empfehlungen fordert sie weitere Untersuchungen, um die Ergebnisse ihrer Analyse zu untermauern und Übergewichtige in puncto Diäten fundierter beraten zu können.

Quelle: British Medical Journal

27.01.2020 | Von: Dr. med. Sonja Kempinski; Bild: Josep Suria/Shutterstock.com

 

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vom 24.01.2020

Alarm für Deutschland?

Coronaviren breiten sich aus

Aus China in den Rest der Welt: Das neue Coronavirus 2019-nCor, das Atemwegserkrankungen verursacht und potenziell tödlich ist, breitet sich aus und wird entgegen früherer Annahme auch von Mensch zu Mensch übertragen. Was bedeutet das für Deutschland?

Über 800 bestätigte Infektionen

Atembeschwerden, Fieber und Lungenentzündung - das sind die Symptome der neuartigen Corona-Erkrankung, die inzwischen schon zu mindestens 25 Todesfällen geführt hat. Ausgebrochen ist die Erkrankung im Dezember in der chinesischen Millionenstadt Wuhan, und China selbst meldet schon über 800 Infektionen mit dem Erreger 2019-nCor. Reisende aus China haben das neue Coronavirus inzwischen weiterverbreitet, außer in zahlreichen asiatischen Ländern ist es nun auch in den USA angekommen. Ursprünglich glaubte man, die Patienten hätten sich alle an Tieren angesteckt, inzwischen gehen Experten jedoch davon aus, dass auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch möglich ist.

(Noch) kein internationaler Notstand

Einen internationalen Notstand hat die WHO noch nicht ausgerufen (Stand 24.01.2020 6:30), die US-Gesundheitsbehörde riet aber Reisenden nach Wuhan, Tiermärkte und den Kontakt mit Tieren oder zu kranken Personen zu meiden. Fünf amerikanische Flughäfen haben Gesundheitskontrollen eingerichtet, in deutschen Flughäfen liegen die Pläne dafür schon bereit. Zur Eindämmung der Infektionen seien aber Ausreisekontrollen wichtiger als Einreisekontrollen, betont das Robert Koch-Institut.

Inzwischen haben die chinesischen Behörden drastische Maßnahmen ergriffen: Die Millionenstadt Wuhan wurde verkehrstechnisch abgeriegelt und die Menschen dürfen nur noch mit Nase-Mund-Masken in die Öffentlichkeit. Auch in mehreren benachbarten Millionenstädten herrschen strenge Beschränkungen, insgesamt sind etwa 20 Millionen Chinesen wegen der Sicherheitsvorkehrungen vom Rest der Welt abgeschnitten. 

RKI gibt Empfehlungen

Bundesgesundheitsministerium und Robert Koch-Institut (RKI) schätzen das Risiko für Deutschland noch als gering ein, weil die Infektiosität von Mensch zu Mensch eher gering ist. Das neue Virus stamme zwar aus der gleichen Familie wie der SARS-Erreger vor einigen Jahren, sei aber weit weniger gefährlich, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums. Um für eine kurzfristige Änderung der Lage gewappnet zu sein, hat das RKI Empfehlungen zur Verdachtsklärung und Erstmaßnahmen für deutsche Gesundheitseinrichtungen herausgegeben:

  • Wer ist verdächtig? Verdächtig auf eine Infektion mit dem neuen Coronavirus sind Patienten mit akuten Atemproblemen, die in den 14 Tagen vor Ausbruch ihrer Krankheit Kontakt zu einem bestätigten oder wahrscheinlichen Fall mit dem neuen Coronavirus hatten oder sich innerhalb eines Risikogebietes aufgehalten haben. Solchermaßen „verdächtige“ Patienten müssen isoliert und gleichzeitig alle Maßnahmen zur Verhinderung einer Tröpfcheninfektion (regelmäßige Händedesinfektion, Schneuzen in Papiertaschentücher und diese gleich entsorgen) ergriffen werden. Außerdem ist der Verdachtsfall an das Gesundheitsamt zu melden.
  • Wie wird das Virus nachgewiesen? Nachgewiesen wird das Coronavirus in Proben aus den oberen und tiefen Atemwegen. Dazu entnimmt der Arzt mit einem speziellen Virustupfer Abstriche aus Mund und Rachen. Proben aus den tiefen Atemwegen erhält man z. B. durch Abhusten in ein Spezialröhrchen oder durch Spülung der Bronchien mit Hilfe eines Bronchoskops. Die Proben werden verpackt und in ein Speziallabor geschickt.
  • Was passiert bei positiver Testung? Ist ein Patient positiv getestet, kommt er in Quarantäne, d.h. er wird in einem Einzelzimmer mit eigener Nasszelle isoliert. Es gelten die gleichen Maßnahmen wie bei offener Tuberkulose oder SARS-Infektionen. So darf das Krankenzimmer nur in entsprechender Schutzkleidung und nach Händedesinfektion betreten werden und Besuche sind auf ein Minimum zu reduzieren.

24.01.2020 | Von: Dr. med. Sonja Kempinski; Bild: Africa Studio/Shutterstock.com

 

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vom 23.01.2020

Antibiotika erhöhen Allergierisiko

In den ersten 6 Lebensmonaten

Wenn Kinder im Säuglingsalter Antibiotika erhalten, entwickeln sie später häufiger Allergien. Werden dabei verschiedene Wirkstoffklassen kombiniert, steigt z. B. das Risiko für allergisches Asthma auf über 40%, wie australische Forscher herausgefunden haben.

Darmkeime gleich mitgeschädigt

Ein gesunder Darm mit einer intakten Darmflora ist für die Entwicklung des Immunsystems von großer Bedeutung. Antibiotika bekämpfen aber nicht nur Krankheitserreger, sie schädigen leider auch die „guten“ Darmkeime. Dass eine frühe Antibiotikagabe dadurch die Entwicklung des Immunsystems beeinflusst und zu Allergien führt, ist inzwischen bekannt. Offen war die Frage, ob die Kombination von Antibiotika mit verschiedenen Angriffsarten gegen Keime die Darmflora noch mehr schädigt und das Risiko von Asthma, Neurodermitis & Co. zusätzlich ansteigen lässt.

Um dies zu klären, analysierten australischen Forscher die Daten von fast 800 000 Kindern ab der Geburt bis zu einem Alter von etwa 4,5 Jahren. 83,3 % der Kinder hatten in den ersten sechs Monaten kein Antibiotikum bekommen, 13,7% eine Wirkstoffklasse, 2,5 % zwei verschiedene Wirkstoffe, 0,4% drei und 0,1% vier oder mehr verschiedene Antibiotika. Die Antibiotikagaben stellten die Forscher in Zusammenhang mit tatsächlich vorhanden Allergien, wobei sie andere, Allergien begünstigende Faktoren herausrechneten.

Kombitherapie erhöht Allergierisiko zusätzlich

Das Ergebnis: Antibiotika erhöhten das Allergierisiko, – egal um welchen Wirkstoff es sich handelte. Sulfonamide schlugen mit einem Anstieg um 6% zu Buche, Penicilline, Cephalosporine und Makrolide mit einem Anstieg von 19 bis maximal 30%. Wurden verschiedene Wirkstoffklassen kombiniert, stieg das Risiko für eine allergische Rhinitis um 33%, für Asthma um 47%. Auch das Risiko für Nahrungsmittelallergien oder Neurodermitis war durch die Gabe verschiedener Wirkstoffklassen auf bis zu 18% signifikant erhöht.

Darmschonende Strategien nötig

Wenn Säuglinge Antibiotika benötigen, dürfen diese natürlich nicht wegen einer möglichen Allergieentwicklung vorenthalten werden. Die Ergebnisse dieser Studie erweitern jedoch das Wissen um den schützenden Effekt einer intakten Darmflora. Nun gilt es, therapeutische Strategien zu entwickeln, die bei der Behandlung von kindlichen Infektionen die Darmkeime weniger schädigen.

Quelle: Springer Medizin

23.01.2020 | Von: Dr. med. Sonja Kempinski; Bild: Krystyna Taran/Shutterstock.com

 

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vom 22.01.2020

Gesunder Lebensstil schenkt 8 Jahre

Schluss mit Faulenzen und Futtern!

Weniger Alkohol trinken, mit dem Rauchen aufhören, sich mehr bewegen… Die guten Vorsätze vom Jahresanfang umzusetzen, fällt vielen schon Ende Januar schwer. Motivationshilfe kommt jetzt aus den USA: Forscher haben ausgerechnet, wieviel zusätzlichen Lebensjahre ein gesundes Leben bringt.

Gesund leben ist schwer

Rauchen, Völlerei und Alkohol gehören zu den bekanntesten Ursachen für Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wer darauf verzichtet, Sport treibt und ein Normalgewicht hält, fährt besser, heißt es. Doch was bringt ein gesundes Leben konkret? Lebt man dadurch länger, und vor allem, bleibt man auch im Alter länger gesund?

Diesen Fragen sind nun amerikanische Forscher anhand der Daten zweier großer Bevölkerungsstudien mit über 111 000 Männern und Frauen nachgegangen. Alle Teilnehmer hatten zu Beginn der beiden Studien in den 1980er Jahren weder Diabetes noch Krebs oder eine Herz-Kreislauf-Erkrankung. Sie füllten im Verlauf der nächsten Jahre regelmäßig Fragebögen zu ihren Lebensgewohnheiten und ihrem Gesundheitszustand aus.

Null Gesundheitspunkte = 9 Jahre kürzere Lebenserwartung

In ihrer Berechnung vergaben die Forscher für jedes nicht vorhandene Gesundheitsrisiko (Übergewicht, übermäßiger Alkoholkonsum, Rauchen, Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung) einen Punkt. 5 Punkte bekamen Teilnehmer, die nie geraucht und einen Body Mass Index (BMI) zwischen 18 und 15 hatten, nicht mehr als 5-15 g Alkohol (Frauen) bzw. 5-30g (Männer) täglich tranken, sich mindestens 3,5 Stunden pro Woche moderat bis anstrengend bewegten und gesund ernährten. Bei Analyse der Gesundheitspunkte und der Krankheits- und Todesdaten der Teilnehmer kamen die Forscher zu folgenden Ergebnissen:

  • 50-Jährige mit 4 oder 5 Gesundheitspunkten (d.h. mit höchstens einem der oben genannten Gesundheitsrisiken) hatten eine weitere Lebenserwartung von 41 Jahren (Frauen) bzw. 39 Jahren (Männer). Bei 50-Jährigen mit 0 Gesundheitspunkten, d.h. Menschen mit einer besonders ungesunden Lebensweise, betrug die Lebenserwartung dagegen nur 32 bzw. 31 Jahre, d.h. 8 bis 9 Jahre weniger als bei den Gesundheitsbewussten.
  • Wer mit 50 Jahren ein gesundes Leben führte, konnte sich auch über 9 bzw. 7 Jahre Lebensjahre mehr ohne chronische Erkrankungen freuen als ungesund Lebende: Die zu erwartenden Lebensjahre ohne chronische Erkrankung betrug bei den Menschen mit 4 – 5 Gesundheitspunkten 34 (Frauen) und 31 (Männer). 50-Jährigen mit 0 Gesundheitspunkten waren dagegen nur die nächsten 24 Jahre ohne Entwicklung einer chronischen Krankheit vergönnt.
  • Die Krebsrate war bei Frauen mit 4 oder 5 Gesundheitspunkten halbiert, bei Männern um 40% reduziert.
  • Der günstigste BMI lag in dieser Studie zwischen 18 und 25, Werte unter 18 und über 30 verkürzten das Leben etwa gleich stark.

Quelle: Ärztezeitung

22.01.2020 | Von: Dr. med. Sonja Kempinski; Bild: El Nariz/Shutterstock.com

 

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vom 21.01.2020

Verdauung fängt im Kopf an

Essen für die Sinne

Bereits der Anblick und der Duft eines leckeren Essens geben dem Körper das Startsignal für die Produktion von Verdauungsenzymen und Speichel. Kölner Forscher untersuchten die Wege, über die Gehirn und Leber Kontakt miteinander aufnehmen.

Körper bereitet sich zeitig auf Nahrungsverwertung vor

Wann stellt sich der Körper auf die Verdauung von Nahrungsbestandteilen ein? Wenn die ersten Bissen im Mund sind oder schon vorher? Schon länger ist bekannt, dass während der so genannten Kopfphase – also beim Riechen, Sehen und Schmecken – alle Bereiche des vegetativen Nervensystems aktiviert werden: Die Herzfrequenz steigt, die Speichelproduktion im Mund kommt in Gang und der Magen gibt Enzyme zur Verdauung der Nahrung ab. Auf diese Weise ist die Verstoffwechslung der aufgenommenen Nahrung sichergestellt.

Auge & Nase senden Startsignal an Leber

Das Wissenschaftlerteam um Prof. Jens Claus Brüning vom Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung fand kürzlich heraus, dass nicht nur der Magen-Darm-Trakt, sondern auch die Leber durch den Geruch und den Anblick von Speisen über Nervenzellen (Neurone) im Gehirn aktiviert wird, Verdauungsenzyme freizusetzen.

Brüning und sein Team wiesen nach, dass während der Kopfphase noch weitere Prozesse der Nahrungsverwertung angekurbelt werden: Im Gehirnbereich des Hypothalamus, der wichtigsten Schaltzentrale des vegetativen Nervensystems, existieren Neurone, die ausschließlich durch Riechen und Sehen von Essen aktiviert werden und der Leber signalisieren, dass Verdauungsenzyme bereitgestellt werden müssen. Claus Brandt, Erstautor der Studie, fasst zusammen: „Der Körper reagiert nicht erst auf die Nahrung, wenn sie aufgenommen wurde, sondern bereits auf die sensorischen Signale, die mitteilen, dass sie bald ankommen wird. Somit kann er eine effiziente Verstoffwechselung des Essens gewährleisten.“

Quelle: Ärzteblatt

21.01.2020 | Von: Simone Lang; Bild: Alliance/Shutterstock.com

 

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vom 20.01.2020

Digitales Fiebermessen bei Kindern

Stirn, Ohr oder Darmausgang?

Auf schnelle und verlässliche Weise die Temperatur bei den Kleinen zu messen hilft Eltern zu entscheiden, ob der Gang zum Arzt noch warten kann oder dringend erforderlich ist. Dabei ist der Ort der Messung nicht egal, wie eine dänische Studie zeigt.

Fiebermessen: Herausforderung für Eltern & Kind

Digitale Fieberthermometer eignen sich, die Temperatur unter dem Arm, im Mund oder im After zu messen. Bei Kindern sind dabei einige Besonderheiten zu beachten. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Bundespressesprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, erläutert: „Unter den Achselhöhlen ist die Messung am wenigsten exakt und deshalb nicht zu empfehlen. Wollen Eltern das Fieber im Mund messen, dürfen die Kinder für ein paar Minuten nur durch die Nase atmen, den Mund nicht öffnen und auch nicht auf das Thermometer beißen. Auch kann die Messung bei einigen Kindern einen Würgereiz auslösen und das Kind sollte mindestens 15 Minuten nichts gegessen oder getrunken haben.“ Auch digitale Schnullerthermometer gelten als messungenau, weil das Kind sie für etwa 5 Minuten ruhig im Mund halten muss.

Trotz aller neuen Technik: Rektal messen am besten

Ohr- und Stirnthermometer registrieren die erhöhte Infrarotstrahlung bei fieberhaften Erkrankungen. Sie sind praktisch, da Eltern die Temperatur messen können, während das Kind schläft. Einer aktuellen Studie zufolge sind allerdings beide Messmethoden einer digitalen Fiebermessung am Darmausgang (rektal) unterlegen. Fegeler erklärt das genaue Vorgehen: „Schmieren Sie die Spitze des Thermometers mit Vaseline ein, damit das Thermometer besser gleitet. Legen Sie Ihr Baby auf den Rücken. Ältere Kinder können sich auf die Seite legen. Heben Sie die Oberschenkel an und führen Sie das Thermometer 1,3 bis 2,5 Zentimeter in den Enddarm ein. Bei Widerstand stoppen Sie sofort. Halten Sie das Thermometer locker in seiner Position, bis der Signalton kommt. Lassen Sie Ihr Kind niemals unbeaufsichtigt, während Sie seine Temperatur messen.“ Am Ende jeder Temperaturmessung steht natürlich die Reinigung des Thermometers mit Alkohol oder lauwarmen Seifenwasser.

Quelle: Kinder- und Jugendärzte im Netz

20.01.2020 | Von: Simone Lang; Bild: Aleksandra Suzi/Shutterstock.com

 

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vom 18.01.2020

Gegen trübe Aussichten

Tipps für Kontaktlinsenträger

Kontaktlinsen sind aus dem Leben vieler Kurzsichtiger nicht mehr wegzudenken. Doch so praktisch das Leben mit den unsichtbaren Sehhilfen auch ist, die Linsen sind und bleiben Fremdkörper, die bei falscher Nutzung den Augen schaden. Richtige Pflege und vorbeugende Maßnahmen helfen jedoch, Infektionen, Augenreizungen oder Wechselwirkungen mit Medikamenten zu vermeiden. Hier erfahren Sie, auf was Sie achten sollten.

Hornhaut in Gefahr

Rund 3,5 Millionen Kontaktlinsenträger gibt es in Deutschland. Je nach Vorliebe nutzen sie formstabile harte Kontaktlinsen, weiche Kontaktlinsen oder die neuartigen Ortho-K-Linsen, die vor dem Schlafengehen eingesetzt werden und während Nacht die Hornhaut so formen, dass der Kurzsichtige tagsüber scharf sieht. Doch egal welche Linsen getragen werden, für alle gilt: Ohne konsequente Hygiene drohen Infektionen, die vor allem die Hornhaut des Auges, die Kornea, schwer schädigen können.

Hinweis: Einmal- oder Tageslinsen sind besonders pflegeleicht. Auf Hygiene beim Einsetzen und Herausnehmen und richtiges Handling im Falle von Erkrankungen muss aber auch bei ihnen geachtet werden.

Kontaktlinsen saugen alles auf

Kontaktlinsen-Oberflächen nehmen nicht nur Bestandteile des Tränenfilms auf, sondern auch Rückstände von Kosmetika, Staub, Pollen und Bakterien sowie Viren. Werden die Kontaktlinsen nicht konsequent gepflegt, drohen über die aufgenommenen Partikel und Substanzen mechanische Reizung, allergische Reaktionen und im schlimmsten Fall Infektionen. So verursachte Hornhautschäden und -entzündungen sind immer ernst zu nehmen, da in der Folge Vernarbungen, Trübungen und sogar Hornhautrisse entstehen können.

Hinweis: Das Risiko für bakterielle Hornhautinfektionen ist durch Kontaktlinsen erhöht. Jede dritte Infektion trifft einen Kontaktlinsenträger.

Tückische Pilze

Besonders bedrohlich sind Pilzinfektionen. Sie werden häufig erst spät entdeckt, weil sie sehr langsam voranschreiten und ihre unspezifischen Beschwerden wie Lichtscheu, rote Augen oder Fremdkörpergefühl oft lange hingenommen werden. Bleibt die Pilzinfektion unbehandelt, droht eine Sehverschlechterung. Zur Therapie verordnet der Augenarzt Antipilzmittel wie Voriconazol oder Fluconazol, und zwar als Augentropfen und als Tabletten. In besonders schweren Fällen ist sogar eine Hornhautransplantation erforderlich.

Hinweis: Kontaktlinsenträger sollten auch unspezifische Augenbeschwerden nicht auf die leichte Schulter nehmen! Suchen Sie lieber einmal zu früh als zu spät den Augenarzt auf.

Allgemeine Pflegetipps

Um Infektionen und Schäden an den Kontaktlinsen zu vermeiden, müssen diese fachgerecht gepflegt werden. Dabei gelten folgende Regeln:

  • Benutzen Sie nur solche Pflegemittel, die speziell für Ihre Kontaktlinsenart geeignet sind. Hygieneprodukte für harte Kontaktlinsen eigenen sich nicht für weiche Linsen und umgekehrt.
  • Mischen Sie die Pflegeprodukte nicht, da chemische Reaktionen zu Komplikationen führen können.
  • Berühren Sie die Kontaktlinsen nur mit gewaschenen und abgetrockneten Händen.
  • Spülen Sie die Linsen vor dem Einsetzen mit steriler, unkonservierter Kochsalzlösung ab.
  • Nehmen Sie zum Abtrocknen der Hände ein sauberes, fusselfreies Handtuch.
  • Auch die Hygiene der Aufbewahrungsbehälter ist wichtig: Reinigen Sie diese täglich und erneuern Sie täglich die Aufbewahrungsflüssigkeit. Desinfizieren Sie den Behälter regelmäßig, wobei es wichtig ist, diesen danach gründlich auszuspülen damit kein Desinfektionsmittel an die Linsen kommt. Am besten ist es jedoch, die Behälter häufig auszutauschen.
  • Tragen Sie Wimperntusche erst auf, nachdem Sie Ihre Kontaktlinsen eingesetzt haben. Beim Abschminken geht es anders herum: Erst Kontaktlinsen herausnehmen und versorgen, dann abschminken.
  • Verwenden sie als Kontaktlinsenträger nur cremige Lidschatten. Bei puderförmigem Lidschatten besteht die Gefahr, dass Partikel unter die Linse geraten und die Hornhaut schädigen.
  • Fragen Sie in Ihrer Apotheke nach speziellen, für Kontaktlinsenträger geeigneten Kosmetika.

Hinweis: Wenn Ihre Pflegemittel unerwartet ausgegangen sind oder aus anderen Gründen keine zur Verfügung stehen, können Sie nachts und am Wochenende sogenannte Travel-Sets zur Kontaktlinsenpflege in der Apotheke kaufen.

Vorsicht Wasser!

Wasser birgt eine Menge Gefahrenpotenzial für Kontaktlinsen. Sowohl in Wasserhähnen und Duschköpfen als auch in warmen, stehenden Gewässern tummeln sich Amöbenarten, die schwere Hornhautentzündungen hervorrufen. Wer also auf Nummer sicher gehen will, sollte folgende Regeln beachten:

  • Keinesfalls Leitungswasser zum Abspülen der Kontaktlinsen verwenden.
  • Kontaktlinsen dürfen auch nicht in Leitungswasser aufbewahrt werden.
  • Nicht mit Kontaktlinsen duschen.
  • Nicht mit Kontaktlinsen in Naturgewässern schwimmen.

Tipp: Schwimmen in gechlortem Wasser öffentlicher Bäder ist auch mit Kontaktlinsen möglich. Entweder Sie setzen dabei eine spezielle, dicht abschließende Schwimmbrille auf, oder Sie nutzen Einmal-Linsen, die Sie nach dem Schwimmen entsorgen.

Hier muss die Brille ran

Um Infektionen zu vermeiden, sollten Sie bei einigen Erkrankungen besser vorübergehend auf Ihre Brille umsteigen. Dazu gehört vor allem der Lippenherpes. Aus den hochinfektiösen Bläschen gelangen auch bei größter Vorsicht leicht Viren auf die Kontaktlinsen und von dort ins Auge, wo Sie einen Augenherpes mit Rötungen, Jucken, Brennen und Schmerzen auslösen können. Das Gleiche gilt im Falle einer Bindehaut- oder Lidrandentzündung, auch hier ist die Übertragung von Erregern auf die Kontaktlinse und die spätere Neu-Infektion Ihres Auges damit möglich.

Bei Erkältungskrankheiten, Nasennebenhöhlenentzündung und Halsentzündung macht es ebenfalls Sinn, die Kontaktlinsen in ihren Behältern zu lassen und die Brille aufzusetzen. Bei diesen Erkrankungen sind häufig Streptokokken oder Staphylokokken am Werk, die dann über die Hände an die Kontaktlinse geraten und auf diese Weise eine bakterielle Hornhautentzündung auslösen können.

Hinweis: Seien Sie im Falle einer Infektionskrankheit besonders penibel bei der Pflege des Kontaktlinsen-Behälters. Desinfizieren Sie diesen lieber einmal mehr als weniger oder tauschen Sie ihn gleich aus. Sind erst einmal Keime hineingelangt, können sich die Erreger vermehren und über die Kontaktlinse ins Auge gelangen.

Womit Kontaktlinsen sich nicht vertragen

Wer Kontaktlinsen im Auge hat, kommt meist nicht auf die Idee, gleichzeitig Augensalben oder ölhaltige Augentropfen zu verwenden. Doch einige Kontaktlinsenträger nutzen durchaus wässrige Augentropfen, z. B. beim Fremdkörpergefühl oder beim trockenen Auge. Hier ist jedoch Vorsicht geboten. Bei Augentropfen mit dem Konservierungsmittel Benzalkoniumchlorid reichert sich dieses in der Kontaktlinse an und schadet dem Linsenmaterial. Wer auf wässrige Augentropfen nicht verzichten möchte, sollte deshalb die Linsen herausnehmen, die Tropfen verabreichen und dann mindestens 15 Minuten warten, bis er die Linsen wieder einsetzt.

Verfärbung durch Antibiotika

Manche Arzneimittel schädigen Kontaktlinsen sogar über den Blutweg. So werden zum Beispiel die Antibiotika Rifampicin und Tetracyclin und das entzündungshemmende Sulfasalazin nach oraler Einnahme in die Tränenflüssigkeit ausgeschieden und können dadurch im Auge sitzende Kontaktlinsen verfärben. Wer diese Präparate benötigt tut also gut daran, während der Einnahmedauer auf die Brille umzusteigen.

Trockene Augen durch Aknemittel

Auch Arzneimittel, die den Tränenfluss vermindern, werden für Kontaktlinsenträger oft problematisch. Durch verminderten Tränenfluss sammelt sich dickflüssiges Sekret im Auge, wodurch Reizungen, Sehstörungen und Hornhautschäden drohen. Folgende Medikamente können zu trockenen Augen führen:

  • Isotretinoin (zur Behandlung von Akne)
  • Clonidin oder Timolol (zur Behandlung des Glaukoms)
  • Lodoxamid (zur Behandlung der allergischen Bindehautentzündung)
  • Hydrochlorothiazid (zum Entwässern)
  • Pregabalin (zur Behandlung neuropathischer Schmerzen).

Besonders störend für Kontaktlinsenträger sind aber auch Krankheiten, die zu trockenen Augen führen. Dazu gehören rheumatische Erkrankungen, Diabetes und Schilddrüsenstörungen. In diesen Fällen ist es manchmal sinnvoll, zum Schutz der Augen auf Kontaktlinsen zu verzichten.

Im Zweifel zum Augenarzt!

Generell sollten Beschwerden an den Augen nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Bei starker Trockenheit des Auges, Fremdkörpergefühl oder Schmerzen heißt es: Kontaktlinsen rausnehmen, Brille aufsetzen und zum Augenarzt gehen.

Quelle: Dr. Claudia Bruhn, DAZ 2019, Nr. 44, S. 44

18.01.2020 | Von: Dr. med. Sonja Kempinski; Bild: goodluz/Shutterstock.com

 

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vom 17.01.2020

Gemeinsame Mahlzeiten gegen Übergewicht

Als Familie gesund und schlank

Gemeinsame Mahlzeiten dienen nicht nur der Nahrungsaufnahme, sondern sind auch ein wichtiges Familienritual. Forscher fanden nun heraus, dass Kinder, die gemeinsam mit der Familie essen, zudem gesünder und schlanker leben. Doch woran liegt das?

Das Zusammenspiel ist entscheidend

Die Forscher des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung an der Universität Mannheim haben insgesamt sechs Faktoren gefunden, die bestimmen, ob ein Kind sich gesund ernährt und schlank bleibt. Zwar trägt jeder für sich nur einen kleinen Teil zu dem Phänomen bei, zusammen genommen ergeben sie jedoch ein Erfolgsrezept für ein gesundes Leben.

Gesunde Ernährung beginnt beim Kochen

Um Kindern ein gesundes Ernährungsverhalten beizubringen, lohnt es sich, sie in alle Schritte der Zubereitung einer Mahlzeit miteinzubeziehen. So können sie regelmäßig üben, was zu einer ausgewogenen Ernährung gehört:

  • Auswahl der Lebensmittel: Gemüse, Obst und Vollkorngetreide sind die Basis einer gesunden Ernährung. Am besten so bunt wie möglich!

  • Vorbildfunktion: Eltern, die gerne viel Gemüse essen, geben die Freude daran an ihre Kinder weiter.

  • Gemeinsames Kochen: Kinder, die schon früh lernen zu kochen, können sich auch als Erwachsene gesund ernähren. Vor allem aber bringt die gemeinsame Zubereitung Spaß für die ganze Familie.

Das Essen gemeinsam genießen

Das Essen ist gekocht, die Familie ist am Esstisch versammelt. Und jetzt? Auch für das Essen gibt Mattea Dallacker vom Max-Plack-Institut wertvolle Tipps: „Familienmahlzeiten führen nicht per se zu einem besseren Essverhalten. Soziale, psychologische und Verhaltensaspekte spielen eine wichtige Rolle“. Konkret bedeutet dies:

  • Fernseher aus: Ohne Ablenkung rücken die Gespräche mit der Familie in den Vordergrund.

  • Positive Atmosphäre: Die gemeinsame Mahlzeit lässt sich als Pause vom stressigen Alltag nutzen.

  • Zeit nehmen: Bewusstes und langsames Essen hilft, das Sättigungsgefühl bewusst wahrzunehmen.

 Quelle: Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

17.01.2020 | Von: Marie Schläfer; Bild: EKirillova/Shutterstock.com

 

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vom 16.01.2020

Richtiges Händewaschen bei Kindern

Mit Alphabet und Seife

Händewaschen ist auch für die Kleinsten wichtig. Ob auf dem Spielplatz, in der Kita oder beim Kontakt mit Tieren – kleine Kinder sind den ganzen Tag mit Bakterien und Viren konfrontiert. Doch wie wäscht man sich die Hände richtig? Hier gibt´s Tipps, die für Klein und Groß gelten.

Händewaschen frühzeitig üben

Ob Schnupfenviren, Durchfallerreger oder Schlimmeres: Tag für Tag kommt der Mensch über seine Hände mit unzähligen Krankheitserregern in Kontakt. Eine gute Händehygiene schützt deswegen vor Infektionen. Die WHO empfiehlt Eltern, das richtige Händewaschen frühzeitig mit ihren Kindern zu üben. Darauf kommt es an:

  • Mindestens 20 Sekunden Zeit nehmen. Kontrollieren lässt sich die Zeit spielerisch mit einer passenden Sanduhr oder durch das Aufsagen des Alphabets.
  • Hände nass machen, erst die Handinnenflächen und dann den Handrücken gründlich einseifen.
  • Finger, Daumen, Fingernägel und Nagelbett ebenfalls gründlich einseifen, Fingerkuppen auf der Handinnenfläche rubbeln.
  • Seifenreste unter laufendem Wasser gründlich abwaschen.
  • Hände gründlich abtrocknen. Am besten mit Einmalhandtüchern oder sauberen Stoffhandtüchern.
  • Flüssigseife ist besser geeignet als Seifenstücke, weil sich in der Seifenschale Keime ansammeln können.
  • Eine desinfizierende Spezialseife ist nicht notwendig, normale Seife reicht zum Händewaschen. Milde, ph-neutrale Seife verwenden, damit beim häufigen Händewaschen der Säureschutzmantel der Haut nicht angegriffen wird.

Das Bundesgesundheitsministerium hat eine ganze Website zum Thema erstellt. Dort gibt es auch ein Video, in dem genau gezeigt wird, wie Händewaschen geht (www.waschen-wie-walter.de).

Quelle: Kinderärzte im Netz, www.waschen-wie-walter.de

16.01.2020 | Von: Dr. med. Sonja Kempinski; Bild: Oksana Kuzmina/Shutterstock.com

 

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vom 15.01.2020

Schadet Marathonlaufen dem Knie?

Mit dem MRT geprüft

Für die Fitness mag Marathonlaufen förderlich sein. Doch was sagen die Gelenke zum Dauerlauf auf hartem Asphalt? Britische Orthopäden haben es untersucht – mit interessanten Ergebnissen.

Mit Meniskusriss an den Start

Um der Frage der Kniebelastung durch Marathonlaufen nachzugehen, nutzten die Ärzte den Londoner Stadtmarathon. Vor dem monatelangen Training und kurz nach dem Wettbewerb untersuchten sie die Kniegelenke von 70 Teilnehmern sowohl klinisch als auch mit Hilfe der Magnetresonanztomografie (MRT).

Vor dem Training waren die Kniegelenke laut Selbsteinschätzung der Teilnehmer gesund und machten den Probanden keine Beschwerden. Auch bei der klinischen Untersuchung fanden die Ärzte keine Auffälligkeiten. Trotzdem zeigten sich im MRT bei jedem Dritten Meniskusrisse, darunter sogar Korbhenkelrupturen, bei denen viele Orthopäden eher eine Operation als einen Marathonlauf empfehlen. Auch Knochenödeme, die als Hinweis auf eine Überlastung gelten, entdeckten die Ärzte in 58 Knien. Die Läufer störten sich nicht an den MRT-Befunden. Sie trainierten weiter, gingen schließlich beim Stadtmarathon an den Start und hielten alle gut durch.

Neue Schäden am Kniegelenk

Nach dem Marathon baten die Orthopäden die Läufer erneut zum MRT. Dabei zeigte sich in den Aufnahmen, dass sich die Meniskusrisse und Korbhenkelfrakturen nicht verschlechtert hatten – trotz langanhaltendem Lauftraining und Marathonlauf. Allerdings wurden in 59 Kniegelenken neue Schäden entdeckt, vor allem am Kniescheibengelenk. Auch an Sehnenansätzen und Seitenbändern war es zu neuen Läsionen gekommen.

Knochen gefestigt

Eine Überraschung boten die Ergebnisse im Knochengewebe: Zwar waren in der Kniescheibe neue Ödeme als Zeichen der Überlastung entstanden. Zurückgegangen war die Anzahl der Knochenödeme jedoch in den beim Laufen aber am stärksten belasteten Knochenbezirken, also in den gelenknahen Bereichen an der Innenseite von Ober- und Unterschenkelknochen.

Marathonlaufen strapaziert also das Gelenk – festigt dafür aber die Knochen. Die britischen Orthopäden ziehen noch einen weiteren Schluss aus ihrer Studie: Da es durch Lauftraining und Marathonlauf zu keiner Verschlechterung der vorhandenen Meniskusrisse kam, spreche dies dafür, beim Meniskusriss nicht gleich zu operieren, sondern es erst mit einer Physio- und Sporttherapie zu probieren.

Quelle: Ärzteblatt

15.01.2020 | Von: Dr. med. Sonja Kempinski; Bild: Izf/Shutterstock.com

 

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